Ein blaues Dreieck auf orangefarbenem Grund mit der Aufschrift „Schutzpunkt“ kennzeichnet bis zum Jahresende alle Gebäude mit solchen Zufluchtsorten.
Die Pflicht, solche Schutzpunkte in Polen zu kennzeichnen, geht auf eine jüngere Gesetzesänderung zurück.
„Das Ministerium für Inneres und Verwaltung hat entschieden, dass bis Ende 2026 alle Schutzpunkte im Land im öffentlichen Raum deutlich gekennzeichnet werden“, heißt es in einer Mitteilung des Ressorts.
Ziel ist, dass Bürger Orte mit grundlegender Schutzfunktion in Gefahrensituationen wie Luftangriffen, Terroranschlägen oder plötzlichen Unwettern leicht und schnell erkennen können.
Alle diese Objekte tragen „das internationale Zivilschutzzeichen, ein blaues gleichseitiges Dreieck auf orangem Quadratgrund sowie einen weißen Schriftzug auf grünem Hintergrund“.
Schutzpunkte sind Teil der Infrastruktur. Sie sollen unter anderem vor plötzlichen Unwettern, Drohnenangriffen oder Anschlägen schützen und stehen auch in Friedenszeiten zur Verfügung.
Solche Orte liegen in unterschiedlichen öffentlichen Gebäuden, in geeigneten Tiefgaragen und in Kellern.
Nach dem Gesetz müssen Eigentümer und Verwalter von Immobilien die Hinweisschilder anbringen und das Objekt im Alarmfall zugänglich machen.
Schutzpunkte richtig kennzeichnen
An gut sichtbarer Stelle am Gebäude soll eine 20 mal 20 Zentimeter große Tafel mit dem Dreiecksymbol hängen. Darunter befindet sich der Schriftzug „Schutzpunkt“ im Format zehn mal 20 Zentimeter.
Zudem klebt an der Eingangstür des Gebäudes, die zum Schutzraum führt, ein Aufkleber im Format acht mal acht Zentimeter mit dem Dreiecksymbol.
„Der Kennzeichnungsprozess läuft bereits. Das markante Symbol taucht nach und nach auf weiteren Gebäuden in polnischen Städten auf“, teilt das Innen- und Verwaltungsministerium auf der Plattform X mit.
In ganz Polen 86.000 Schutzpunkte
Die Datenbank der Staatlichen Feuerwehr umfasst derzeit mehr als 86.000 Schutzpunkte. Die Übersicht ist öffentlich einsehbar unter: gdziesieukryc.pl (Quelle auf Polnisch).
Die Regierungsseite ermöglicht es, den Standard der Objekte zu prüfen, sich dorthin navigieren zu lassen, sie als Favoriten zu speichern und die Daten nach dem Herunterladen auch offline zu nutzen – besonders hilfreich bei Reisen in unbekanntes Gebiet.
„Wer Sirenen oder Warnmeldungen hört, sollte den Weg zu einem Schutzpunkt nur antreten, wenn der Ort erreichbar ist, der Weg sicher und genug Zeit bleibt – und nach Möglichkeit einen Notfallrucksack und Medikamente mitnehmen und sich ausschließlich über Treppen bewegen“, erinnert das Ressort in seiner Mitteilung.
„Wenn der Weg dorthin mit einem längeren Aufenthalt im Freien verbunden ist, ist es sicherer, im Gebäude zu bleiben und die Zwei-Wände-Regel anzuwenden, also sich von der Außenwelt durch mindestens zwei massive Wände abzuschirmen, um das Risiko von Verletzungen durch Glas, Trümmer und Splitter zu verringern.“