Der ukrainische Präsident fordert, dass Kyjiw an Verhandlungen teilnimmt und verlangt Sicherheitsgarantien aus Washington und Europa. Der Streit über gedrosselte SpaceX-Satellitendienste hält an.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hält ein Einfrieren der Kämpfe entlang der aktuellen Frontlinie für den realistischsten Weg, den Krieg mit Russland zu beenden und Gespräche über einen Waffenstillstand zu eröffnen.
"Im Moment müssen wir einfrieren, und ich glaube, das ist der wirkliche Weg, diesen Krieg zu beenden. Wir nennen es Waffenstillstand … einfrieren und stoppen“, sagte Selenskyj dem US-Sender Fox News in der Sendung "Fox and Friends“ am Mittwoch. Er antwortete auf die Frage, ob er eine Vereinbarung akzeptieren würde, die die Front entlang ihrer derzeitigen Linien festschreibt.
Seine Äußerungen fielen, während der US-Sondergesandte Steve Witkoff in Sankt Petersburg mit Wladimir Putin sprach.
Selenskyj betonte, die Ukraine sei zu Verhandlungen in jedem Format bereit, Kyjiw müsse aber direkt daran beteiligt sein.
"Ich habe immer gesagt, dass wir für Verhandlungen in jedem Format und über jedes Thema offen sind. Aber bitte: Sprecht nicht über uns ohne uns.“
Außerdem unterstrich er, dass jede Vereinbarung Sicherheitsgarantien der Partner der Ukraine enthalten müsse, darunter der Vereinigten Staaten und der europäischen Verbündeten. Solche Garantien bedeuteten, so Selenskyj, dass die Ukrainer keine Angst mehr haben müssten, „dass Besatzung zurückkommt, Aggression zurückkommt, Tötungen zurückkommen“.
Streit um Satellitenkommunikation
Das Interview erfolgte wenige Tage, nachdem Kyjiw Washington vorgeworfen hatte, das von SpaceX betriebene militärische Kommunikationssystem Starshield, auf das die ukrainischen Truppen an der Front angewiesen sind, bewusst zu drosseln. Die Ukraine nutzt außerdem Starlink, das zivile Satellitennetz von SpaceX.
Selenskyj sagte, beide Dienste seien "weiterhin begrenzt“, fügte aber hinzu: "Der US-Außenminister Marco Rubio hat mir zugesichert, dass er mit seinem Team daran arbeitet, das zu entblocken.“
Nach einem Bericht des "Wall Street Journal“ vom Dienstag ordnete SpaceX-Eigentümer Elon Musk persönlich die Kürzung der Starshield-Dienste an. Musk hatte zuvor angedeutet, mögliche Einschränkungen gingen auf Donald Trump zurück – eine Darstellung, die der US-Präsident zurückgewiesen hat.