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Barclays streicht 5.000 Stellen und setzt auf KI für mehr Effizienz

Archivbild: Blick auf die Investmentbank Barclays am Montag, 7. April 2025, in New York.
Archivbild: Blick auf die Investmentbank Barclays am Montag, dem siebten April 2025, in New York. -  Copyright  AP Photo/Yuki Iwamura
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Von Doloresz Katanich
Zuerst veröffentlicht am •Zuletzt aktualisiert
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Die britische Bank Barclays will bis Ende 2026 rund 5.000 Stellen abbauen, etwa fünf Prozent der Belegschaft, und stärker auf KI und andere Technologien setzen, um Abläufe zu verschlanken und die Effizienz zu steigern.

Die Aktien von Barclays gaben in London leicht nach, nachdem die Bank am Donnerstag angekündigt hatte, rund 5.000 Stellen zu streichen. Etwa 1.000 davon sind bereits im ersten Halbjahr weggefallen.

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Die Nachricht fiel zusammen mit einem Ergebnisausblick. Demnach stieg der Nettogewinn von Barclays im dritten Quartal um 13 Prozent, gestützt von stark zulegenden Einnahmen im Aktiengeschäft.

In der Präsentation zum Quartalsergebnis erklärte Barclays, man setze auf „organisatorische Vereinfachung und Effizienzgewinne durch technologische Veränderungen, angetrieben von KI“.

Rund 60 Prozent der Stellenstreichungen betreffen Unterstützungsfunktionen, darunter Entwickler. KI mache die Belegschaft produktiver, begründete die Bank.

Will Howlett, Finanzanalyst beim Vermögensverwalter Quilter Cheviot, sieht in der Ankündigung ein Beispiel dafür, „wie stark KI und Automatisierung die Bankenbranche in den nächsten Jahren verändern könnten“.

„Banken investieren seit Jahren viel Geld in Technologie. Immer öfter führt diese Investition dazu, dass weniger Menschen nötig sind, um das Geschäft zu betreiben“, sagte er. „Barclays rechnet damit, dass die Effizienzprogramme mehr als 1,1 Milliarden Pfund (1,31 Milliarden Euro) an Einsparungen bringen. Das soll die Kosten senken und die Profitabilität verbessern.“

Der den Aktionären zurechenbare Gewinn stieg im dritten Quartal auf 1,65 Milliarden Pfund (1,97 Milliarden Euro). Im Vorjahreszeitraum Juli bis September hatte er bei 1,46 Milliarden Pfund (1,74 Milliarden Euro) gelegen.

Barclays-Chef C. S. Venkatakrishnan zeigte sich zufrieden mit der operativen und finanziellen Entwicklung der Bank. Die Investmentbank habe „eine starke Aktienperformance geliefert“, sagte er.

Die Erlöse aus dem Aktienhandel sprangen im Jahresvergleich um 47 Prozent nach oben. Der Gesamtertrag des Konzerns legte im Quartal um drei Prozent auf 7,37 Milliarden Pfund (8,79 Milliarden Euro) zu.

„Die Investmentbank war schwächer, vor allem im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren. Barclays liegt dennoch im Plan für die langfristigen Ziele“, sagte Howlett. „Die zentrale Frage ist zunehmend, ob Barclays Technologieinvestitionen und eine kleinere Belegschaft in dauerhaft niedrigere Kosten verwandeln kann, ohne das Wachstum zu gefährden. Gelingt das, besteht weiterhin erhebliches Potenzial für höhere Renditen.“

Zudem kündigte die Bank ein Aktienrückkaufprogramm über 500 Millionen Pfund (596 Millionen Euro) an.

Die KI-Ankündigung „kommt zu einem Zeitpunkt, da das Unternehmen mit seinem Ergebnis für das dritte Quartal die Erwartungen verfehlt hat. Selbst ein üppiger Aktienrückkauf konnte die Enttäuschung der Anleger nicht vollständig lindern“, kommentierte Russ Mould, Investmentdirektor bei AJ Bell.

Er ergänzte, die Kosten seien im gesamten Konzern gestiegen, es hingen jedoch „zwei große Wolken über dem Geschäft“.

„Die erste ist eine weitgehend erwartete Steuererhöhung für die Branche im britischen Haushalt in der kommenden Woche, die zweite eine gemeldete Untersuchung zu möglichen Fehldarstellungen von Risiken im Portfolio für Privatkredite“, sagte Mould.

Nach Informationen der „Financial Times“ (FT) prüft die Bank of England den Vorwurf, Barclays habe Risiken im Zusammenhang mit der Finanzierung von Private-Credit-Fonds heruntergespielt. Es geht darum, ob die Bank diese Engagements in ihren Büchern weniger riskant darstellte und dadurch weniger Kapital für mögliche Verluste vorhalten konnte.

Barclays erklärte, die Engagements im Bereich Privatkredite würden im Einklang mit den Rechnungslegungsvorschriften und den Kapitalanforderungen der Aufsicht bilanziert.

Weitere Quellen • AFP

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