Taifun Champi hat in Taiwan 288.000 Haushalten den Strom gekappt. Besonders im Norden fielen innerhalb weniger Tage 65 Zentimeter Regen.
Der Taifun Champi hat an Kraft verloren und zieht nun als tropischer Sturm weiter in Richtung Japan. Noch einen Tag zuvor war er mit Böen von bis zu 190 Kilometern pro Stunde an Taiwan vorbeigezogen. Bis zu acht Meter hohe Wellen erreichten die Küste.
Der Sturm forderte ein Todesopfer, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Mehr als 280.000 Haushalte hatten keinen Strom und rund 5.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, wie aus am Samstag veröffentlichten offiziellen Angaben hervorgeht.
Es wurden auch etwa 1.000 Flüge gestrichen.
In den meisten Häusern war die Stromversorgung am Samstag wieder hergestellt, viele Geschäfte blieben jedoch geschlossen.
Im Norden der Insel fielen in drei Tagen 65 Zentimeter Regen. Nach Angaben der taiwanischen Feuerwehr wurden mehr als 520 Menschen verletzt. Der auch als Super-Taifun bezeichnete Champi brachte den Luftverkehr durcheinander, 259 Flüge von und nach der Insel wurden gestrichen.
Stromausfälle auch in Japan
Auf seinem Weg nach Norden hat Champi die japanische Insel Okinawa noch nicht erreicht. Begleitende Winde sorgten dort dennoch bereits in 8.400 Haushalten für Stromausfälle. Wegen der starken Böen und des Regens ist die Arbeit an den Leitungen gefährlich, der örtliche Versorger warnte die Bevölkerung deshalb, dass die Reparaturen Zeit brauchen.
Im Pazifikraum gilt Champi bislang als stärkster Sturm des Jahres. Begleitende Winde erreichten stellenweise 298 Kilometer pro Stunde, das entspricht der Stärke eines Hurrikans der fünften Kategorie.