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Londons berühmteste Einkaufsstraße wird zur Fußgängerzone

Oxford Street in London aus der Vogelperspektive nach Umwandlung zur Fußgängerzone
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Von Dianne Apen-Sadler
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Vor Beginn der Feiertage: Oxford Street sperrt fast einen Kilometer für Autos, Busse und Fahrräder.

Für alle, die London zum ersten Mal besuchen, gehören einige Adressen einfach dazu: Leicester Square, Brick Lane oder Abbey Road.

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Abbey Road ist vor allem für seinen Zebrastreifen berühmt – dank der Beatles, deren Albumcover gleichen Namens hier entstand. Eine andere große Touristenattraktion macht Zebrastreifen nun aber nahezu überflüssig: die Oxford Street.

Die weltberühmte Einkaufsstraße ist seit dem 26. Oktober für Autos, Busse und Fahrräder gesperrt.

Knapp ein Kilometer der Oxford Street, zwischen Orchard Street und Great Portland Street, ist jetzt komplett autofrei. Der Verkehr fließt über die umliegenden Straßen.

Die Sperrung ist der erste Schritt für eine umfassende Neugestaltung des traditionsreichen Einkaufsviertels. Geplant sind neue Bäume, zusätzliche Sitzgelegenheiten und zwei neue Plätze.

Oxford Street zieht weiterhin rund eine halbe Million Menschen pro Tag an. Die Besucherinnen und Besucher drängen sich zwischen Läden wie Selfridges, Zara und John Lewis.

Stadtverantwortliche sind überzeugt, dass die Fußgängerzone die Straße wieder in eine Liga mit Top-Shoppingzielen wie dem Times Square, den Champs-Élysées oder La Rambla bringt.

„Das ist ein bedeutender Tag für London, ein bedeutender Tag für die Oxford Street“, sagte Londons Bürgermeister Sadiq Khan der BBC. „Es beginnt eine neue Ära.“

Warum jetzt?

Schon vor mehr als einem Jahrzehnt diskutierten lokale Behörden über eine Fußgängerzone in der Oxford Street. Richtig Fahrt nahm das Projekt in den vergangenen zwei Jahren auf, als das Büro des Bürgermeisters die Oxford Street Development Corporation gründete, die den Umbau steuern soll.

Damit ließ sich der Widerstand von Anwohnern besser auffangen. Sie hatten befürchtet, dass der Umleitungsverkehr ihre Viertel verstopfen würde.

In einer öffentlichen Konsultation sprach sich anschließend eine Mehrheit dafür aus, den Autoverkehr zu verbannen. Das solle neue Geschäfte und mehr Besucher anziehen und Oxford Street zu „einem ikonischen Ziel“ machen.

Rückenwind bekommt das Projekt auch durch die neue Elizabeth Line, die mitten durch das Zentrum verläuft und einen Halt an der Oxford Street hat.

Weitere Arbeiten an der Umgestaltung starten im neuen Jahr. Die Stadt will ihre Pläne dann anhand der Rückmeldungen von Besuchern verfeinern, sagte Khan vor Journalistinnen und Journalisten.

„Vor Weihnachten sollen die Menschen hierherkommen, einkaufen und das Erlebnis genießen“, fügte er hinzu.

Oxford Streets berühmte Lichter

Wie Khan andeutet, ist die Adventszeit eine der besten – oder schlimmsten, wenn man Menschenmassen meidet –, um die Oxford Street zu besuchen. Dann schmücken Lichterketten die Straße, eine Tradition, die 1959 begann.

Laut der offiziellen Website (Quelle auf Englisch) stehen die Weihnachtslichter in diesem Jahr unter einem Harry-Potter-Motto. Anlass sind die Eröffnung des größten offiziellen Harry-Potter-Ladens im Vereinigten Königreich und der Start der umstrittenen neuen HBO-Serie.

In früheren Jahren leuchteten über der Straße 5.000 Sterne, betrieben von 300.000 LED-Lampen.

Weitere Quellen • AP

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