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Rauch von Waldbränden in Schwangerschaft erhöht Autismusrisiko bei Kindern

ARCHIV: Ein Hubschrauber wirft Wasser auf den vorrückenden Palisades-Brand im Stadtteil Pacific Palisades in Los Angeles, 7. Januar 2025.
ARCHIV: Ein Hubschrauber wirft Wasser auf das vorrückende Palisades-Feuer im Stadtteil Pacific Palisades in Los Angeles am 7. Januar 2025. -  Copyright  AP Photo/Etienne Laurent, File
Copyright AP Photo/Etienne Laurent, File
Von Marta Iraola Iribarren
Zuerst veröffentlicht am
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Kontakt mit Rauch von Waldbränden in der Schwangerschaft, vor allem im zweiten und dritten Trimester, erhöht das Risiko, dass Kinder Autismus entwickeln.

Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft feinen Partikeln aus Waldbrandrauch ausgesetzt waren, erhielten deutlich häufiger eine Autismus-Diagnose, wie eine neue Studie zeigt.

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Die Forschenden fanden: Steigt die durchschnittliche Konzentration feiner, durch Waldbrände verursachter Partikel in der Schwangerschaft um 0,75 Mikrogramm pro Kubikmeter, erhöht sich das Risiko für Autismus um 30 %.

Am stärksten war der Zusammenhang im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel.

„Die Schwangerschaft ist eine Phase, in der sich das Gehirn rasch entwickelt. Umweltbelastungen können dabei wichtige Entwicklungsprozesse stören“, sagte Stefania Papatheodorou, Epidemiologin an der Rutgers School of Public Health und Leitautorin der Studie.

Autismus steht mit komplexen neuroentwicklungsprozessen in Verbindung, die bereits vor der Geburt einsetzen: Das Gehirn wächst rasant, und zwischen Nervenzellen entstehen neue Verbindungen.

Sie betonte, die Ergebnisse zeigten, wie wichtig es sei, Waldbrandereignisse zu überwachen und ihre möglichen Auswirkungen auf die Luftqualität in der Schwangerschaft zu berücksichtigen.

Die Studie (Quelle auf Englisch) erfasste rund 900.000 Mutter-Kind-Paare in den Vereinigten Staaten, die im Schnitt über 6,3 Jahre beobachtet wurden.

Rauch aus Waldbränden enthält feine Partikel, Gase und weitere Schadstoffe. Je nach Brandgut unterscheidet sich die Mischung: Brände können etwa Kunststoffe, Elektronik oder Farben erfassen, die giftige Chemikalien freisetzen.

Diese Partikel dringen tief in die Lunge ein und fördern Entzündungen im gesamten Körper. Auf diesem Weg könnte die Belastung die Schwangerschaft und die Entwicklung des Fötus beeinflussen.

„Waldbrandrauch kann weit über die betroffenen Regionen hinausziehen, und Menschen können exponiert sein, selbst wenn der Rauch nicht sichtbar ist“, sagte Papatheodorou.

Rauch aus Waldbränden steht bereits mit verschiedenen Gesundheitsproblemen in Verbindung, darunter Asthma, chronische Lungenerkrankungen und psychische Störungen.

Die Studie ist beobachtend angelegt und kann keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Belastung durch Waldbrandrauch und Autismus beweisen, betonten die Forschenden.

„Zu verstehen, wie Umweltbelastungen vor der Geburt neben genetischen und anderen Faktoren zu Autismus beitragen könnten, bleibt eine zentrale Forschungsaufgabe“, sagte Papatheodorou.

Maßnahmen zur Verringerung der Rauchbelastung in der Schwangerschaft – etwa bessere Vorhersagen der Luftqualität und Strategien, um Rauch aus Innenräumen fernzuhalten – könnten die Gesundheit von Müttern und Kindern schützen.

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