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Nach Wolfsattacke gegen 8-jähriges Mädchen: Ermittlungen gegen Tierpflegerin

In Brandenburg soll ein Wolf ein Kind angefallen haben - SYMBOLBILD
In Brandenburg soll ein Wolf ein Kind angefallen haben - SYMBOLBILD -  Copyright  AP Photo
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Von Kirsten Ripper & Euronews
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Der Wildpark Johannismühle in Brandenburg bleibt bis Anfang November geschlossen. Ein Mädchen ist dort in einem Gehege von einem Wolf schwer verletzt worden.

Nach der Wolfsattacke in einem Tierpark südlich von Berlin hat die Polizei Ermittlungen gegen die Tierpflegerin eingeleitet, die sich mit drei Kindern in dem Gehege aufhielt. Wie BILD berichtet, besteht der Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung.

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Im Wildpark Johannismühle in Baruth/Mark in Brandenburg war am Mittwoch ein acht Jahre altes Mädchen von einem Wolf schwer verletzt worden. Laut Polizei hielt sich das Kind zusammen mit der Mitarbeiterin des Parks und zwei weiteren Kindern in dem Gehege auf. Die Achtjährige sei dann von mindestens einem Tier angegriffen worden.

Wolfsattacke am "Tierpflegertag" vor Öffnung des Wildparks

Wie der Landkreis Teltow-Fläming mitteilt, ereignete sich der Vorfall "vor der regulären Öffnung des Wildparks im Rahmen eines am 28. Oktober 2026 gebuchten Tierpflegertages für Kinder."

Während der Tränkung der Tiere im Wildgehege um 9 Uhr morgens griffen einer oder mehrere dort gehaltene Wölfe das Mädchen an. Der Landkreis lobt die Mitarbeiterin des Parks: "Die Tierpflegerin verhinderte durch schnelles Handeln weiteres Leid an zwei weiteren Mädchen, die ebenfalls vor Ort waren. Der Rettungsdienst war sehr schnell zur Stelle und leitete die medizinische Notfallversorgung ein."

Im Wildpark in Brandenburg gibt es auch Polarwölfe
Im Wildpark in Brandenburg gibt es auch Polarwölfe Internetseite Wildpark Johannismühle

Das schwer am Kopf verletzte Mädchen wurde mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus in Berlin-Marzahn gebracht, wo es weiter behandelt wird.

In dem Park gibt es Grau- und Polarwölfe

In dem Wildpark Johannismühle gibt es Grau- und Polarwölfe, die auch von Kindern bei der Fütterung beobachtet werden können - normalerweise kann die erste Fütterungsrunde ab 12:15 Uhr besucht werden.

In Berlin und in Brandenburg sind noch bis Ende des Monats Schulferien. Jetzt bleibt der Wildpark mindestens bis zum 2. November geschlossen.

Laut Landkreis Teltow-Fläming war die "Polarwolfanlage entsprechend den regulären Sicherheitsvorkehrungen gesichert." Nach vorherigen Kontrollen des seit 30 Jahren bestehenden Wildparks seien Beanstandungen schnell behoben worden.

Eigentlich sind Wölfe friedliche Tiere, wie auch ein Experte im Gespräch mit Euronews erklärte. In Europa sind Angriffe auf Menschen extrem selten. Freilebende Wölfe ziehen sich normalerweise zurück, sobald sie einem Menschen begegnen.

In Deutschland lebten im vergangenen Jahr nach Angaben des Bundesamts für Naturschutz (BfN) 1.633 Wölfe. Im Monitoringjahr 2024/25 wurden 163 tot aufgefundene Wölfe gemeldet, davon starben 124 Tiere durch Verkehrsunfälle. Insgesamt 16 Wölfe wurden illegal getötet.

Angesichts steigender Zahlen von Wölfen wollte die EU den Schutzstatus herunterstufen. Der Streit zwischen Tierschützern, Jägern und teils auch Viehzüchtern in Europa über den Abschuss von Wölfen ist damit keineswegs beendet.

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