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Mehr Gemüse, mehr Testosteron: Was finnische Studie zeigt

Vegetarische Mahlzeiten im Shukubo auf dem Berg Koya.
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Von Giedre Peseckyte
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Eine Studie mit mehr als 2.500 Männern zeigt unterschiedliche Zusammenhänge von tierischem und pflanzlichem Eiweiß, aber keinen klaren Testosteron-Schub durch Ernährungsumstellungen.

Sport, Rauchen und Alkoholkonsum gelten oft als Faktoren, die den Testosteronspiegel von Männern beeinflussen können. Laut neuen Forschungen aus Finnland könnte aber auch die Ernährung eine Rolle spielen, vor allem die Frage, ob Eiweiß aus pflanzlichen oder tierischen Quellen stammt.

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Eine Studie mit 2.546 Männern ergab: Männer mit dem höchsten Anteil an tierischem Eiweiß wiesen niedrigere Testosteronwerte auf als jene mit dem geringsten Konsum. Bei Männern mit hohem Verzehr pflanzlicher Proteine zeigte sich dagegen der entgegengesetzte Zusammenhang.

Testosteron ist ein zentrales männliches Sexualhormon. Es spielt eine wichtige Rolle für Sexualfunktion, Muskelaufbau und Knochengesundheit. Der Spiegel schwankt je nach Alter, Körpergewicht und weiteren Faktoren. Deshalb ist es schwierig, den Einfluss einzelner Bestandteile der Ernährung genau zu bestimmen.

Ein höherer Konsum von Eiweiß aus Milchprodukten stand mit niedrigeren Werten für Gesamttestosteron und für Sexualhormon-bindendes Globulin in Verbindung. Eiweiß aus Fleisch hing ebenfalls mit niedrigeren Konzentrationen dieses Globulins zusammen, jedoch nicht mit dem Gesamttestosteron.

Ein höherer Verzehr pflanzlicher Proteine aus Gemüse und anderen nicht aus Getreide stammenden Quellen ging dagegen mit höheren Gesamttestosteronwerten einher.

Forschende der Universität Ostfinnland werteten Daten von Männern im Alter von 42 bis 60 Jahren aus, die in Ostfinnland leben. Ihre Ernährung wurde an vier Tagen zwischen 1984 und 1989 dokumentiert. Aus Blutproben bestimmten die Forschenden anschließend Gesamttestosteron und Sexualhormon-bindendes Globulin, ein Protein, das den Testosteronspiegel im Blut beeinflusst.

Männer mit dem höchsten Anteil an tierischem Eiweiß hatten im Durchschnitt Gesamttestosteronwerte, die um eins Komma zwei Nanomol pro Liter niedriger lagen als bei Männern mit der geringsten Aufnahme. Bei pflanzlichem Eiweiß zeigte sich der gegenteilige Befund: Männer mit der höchsten Aufnahme erreichten Werte, die um eins Komma eins Nanomol pro Liter höher waren als in der Gruppe mit der niedrigsten Aufnahme.

Die Forschenden passten ihre Auswertungen an Alter, Body-Mass-Index und mehrere weitere Ernährungs-, Lebensstil- und Gesundheitsfaktoren an.

Die finnische Untersuchung belegt jedoch nicht, dass tierisches Eiweiß den Testosteronspiegel senkt oder dass eine Umstellung auf eine pflanzenbasierte Ernährung ihn erhöht.

Es handelt sich um eine Querschnittsstudie. Sie zeigt Zusammenhänge auf, ohne Ursache und Wirkung nachzuweisen.

„Obwohl die beobachteten Unterschiede in den Testosteronkonzentrationen statistisch signifikant waren, fielen sie relativ klein aus“, sagte Miika Wynne-Ellis, Doktorand an der Universität Ostfinnland, in der Mitteilung der Universität zu den Ergebnissen.

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