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Foto mit Lawrow: USA blasen G20-Foto nach EU-Protest ab

Marco Rubio, Sergej Lawrow und andere Außenminister beim G20-Außenministertreffen am 30. Oktober 2026 in Atlanta, USA
Marco Rubio, Sergej Lawrow und andere Außenminister beim G20-Außenministertreffen am 30. Oktober 2026 in Atlanta, USA -  Copyright  AP
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Von Greta Ruffino
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Das Treffen der Außenminister der G20 in Atlanta fand wie geplant statt, kurz vor dem G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs, den US-Präsident Donald Trump im Dezember in seinem Golfclub in Miami ausrichtet. Aber ohne Gruppenfoto.

Die Vereinigten Staaten haben ein geplantes Gruppenfoto der Außenminister der zwanzig größten Volkswirtschaften der Welt, der G20, am Freitag abgesagt, nachdem mehrere europäische Diplomaten dagegen protestiert hatten, gemeinsam mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow fotografiert zu werden, und mit einem Auszug gedroht hatten.

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US-Außenminister Marco Rubio entschied sich, das Foto abzusagen, um weitere Kontroversen zu vermeiden. Das sagten zwei US-Beamte, die wegen der Sensibilität des Vorgangs anonym bleiben wollten.

Zum Auftakt der Gespräche blickte Rubio nach vorn und sagte, er hoffe auf "ein produktives Treffen".

US-Außenminister Marco Rubio beim Treffen der G20-Außenminister in Atlanta, 30. Okt. 2026
US-Außenminister Marco Rubio beim Treffen der G20-Außenminister in Atlanta, 30. Okt. 2026 Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved

Er sagte, man befinde sich "in einem kritischen Moment, ich würde ihn einen Moment der Entscheidung nennen, und ich würde sagen, nicht nur für mein Land, die Vereinigten Staaten von Amerika, sondern offen gesagt für die Welt."

Er fügte hinzu: "Wir stehen vor einer Reihe miteinander verknüpfter wirtschaftlicher und geopolitischer Krisen", von denen viele "schwere Bedrohungen für grundlegende Pfeiler der globalen Wirtschaftsordnung" darstellten.

G20-Treffen: Europäische Diplomaten kritisieren Russlands Anwesenheit

Die Absage des traditionellen Gruppenfotos verdeutlichte die Spannungen innerhalb der G20. Die Diplomaten stehen vor schwierigen Verhandlungen über den Krieg in der Ukraine, den US-israelischen Krieg gegen Iran, US-Zölle und Streitigkeiten im Südchinesischen Meer.

Der polnische Vizeregierungschef und Außenminister Radosław Sikorski nannte die Absage des Gruppenfotos "die richtige Entscheidung" der USA. Er sagte Medienvertretern in Atlanta: "Ich bin nicht der Einzige, der nicht mit Lawrow fotografiert werden will."

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul sagte nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur: "Es gibt keine Normalität mit Russland, aber wir müssen die Kontroversen hier am Tisch austauschen." Er ergänzte: "Wir dürfen auch keine falsch optimistischen Signale senden."

Schon vor dem Streit um das Foto hatten mehrere G20-Staaten Bedenken gegen die Einladung Russlands geäußert, angesichts verstärkter Angriffe auf die Ukraine.

Die Spannungen nahmen zudem zu, nachdem Trump neue Sanktionen gegen Moskau ausgesetzt und die logistische sowie nachrichtendienstliche Unterstützung für die Ukraine vorübergehend eingeschränkt hatte. Das belastet die Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine zusätzlich.

Weitere Quellen • AP

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