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Eskalations-Warnung ignoriert: Lawrow schlägt Berlins ausgestreckte Hand aus

Russlands Außenminister Sergej Lawrow spricht während der 81. Tagung der UN‑Vollversammlung im UNO‑Hauptquartier am Samstag, dem 26. September 2026.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow spricht in der 81. Tagung der UN-Generalversammlung am UN-Hauptquartier am Samstag, 26. September 2026. -  Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Nathan Rennolds
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Russlands Außenminister hat Forderungen seines deutschen Amtskollegen zurückgewiesen, "gefährliche“ Schritte der Eskalation zurückzunehmen, und warf Berlin vor, der "Hauptsponsor“ der Ukraine zu sein.

Sergej Lawrow traf am Samstag am Rande der UN-Generalversammlung in New York den deutschen Außenminister Johann Wadephul. Kurz darauf hielt er eine Rede vor Staats- und Regierungschefs aus aller Welt.

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Nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press, die sich auf einen Vertreter der deutschen Delegation beruft, forderte Wadephul Moskau im Gespräch auf, den "gefährlichen Weg der Eskalation“ gegenüber Europa zu verlassen. Zugleich signalisierte er, Berlin sei zu besseren Beziehungen mit Russland bereit, wenn der Kreml ernsthaft zeige, dass er den Krieg in der Ukraine beenden wolle.

Vor der Generalversammlung sagte Lawrow anschließend: "Bundeskanzler Merz erklärt, Deutschland müsse wieder eine führende Militärmacht in Europa sein. Versteht Berlin, wohin das führen kann? Haben sie die Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg nicht gelernt?“

In einer anschließenden Pressekonferenz wurde der russische Chefdiplomat auch zu seinem Treffen mit Wadephul und zum Stand der russisch-deutschen Beziehungen befragt.

"Aus dieser Initiative des Außenministers ist nichts Neues hervorgegangen“, sagte er vor Journalisten.

"Er hat lediglich seine offizielle öffentliche Position der Verurteilung Russlands wiederholt. Sie können selbst beurteilen, ob man das als Dialog bezeichnen kann oder nicht“, fügte er später hinzu.

Die Spannungen zwischen Deutschland und Russland hatten Anfang September einen neuen Höhepunkt erreicht, nachdem Berlin Moskau für einen Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle in diesem Jahr verantwortlich gemacht hatte.

Wadephul kündigte damals neue Maßnahmen gegen Russland "als Urheber des hybriden Angriffs von Leipzig“ an. Unter anderem sollen das russische Konsulat in Bonn und das russische Kulturzentrum in Berlin geschlossen werden.

Er kündigte außerdem schärfere Grenzkontrollen für russische Staatsangehörige und mehr Druck auf Russlands Schattenflotte an.

Die russische Botschaft in Deutschland wies die Vorwürfe in einer Erklärung zurück und drohte wegen der Sanktionen mit "Konsequenzen“.

Der russische Botschafter Sergej Netschajew "wies die von Berlin erhobenen Anschuldigungen kategorisch als unbegründet, absurd und dem gesunden Menschenverstand widersprechend zurück“, hieß es in der Mitteilung.

"Er stellte fest, dass die von der deutschen Seite angekündigten Maßnahmen eine beispiellose Eskalation in den russisch-deutschen Beziehungen darstellen und nicht ohne Folgen bleiben werden, für die die Bundesregierung die volle Verantwortung tragen wird“, hieß es weiter.

Lawrow spielte den Vorfall am Samstag als "herrenlose Drohne“ herunter und sagte, Deutschland habe "sofort“ behauptet, sie sei russisch.

Leere Plätze für die ukrainische Delegation, Russlands Außenminister Sergej Lawrow spricht während der 81. Tagung der UN-Generalversammlung.
Leere Plätze für die ukrainische Delegation, Russlands Außenminister Sergej Lawrow spricht während der 81. Tagung der UN-Generalversammlung. Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.

In einem anderen Teil seiner Rede warf Lawrow den USA vor, "das europäische Sicherheitssystem zerstört und ein russophobes Regime in Kyjiw geschaffen“ zu haben. Zudem beschuldigte er den Westen, er strebe danach, "Russland eine strategische Niederlage zuzufügen“.

"Diese Bestrebungen werden dazu führen, dass die Kriegstreiber in eine strategische Sackgasse geraten“, sagte der Minister.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Samstag, es sei offensichtlich, dass der Kreml nicht daran arbeite, den Krieg bald zu beenden.

"Putin findet immer irgendeine lahme Ausrede – um sich nicht zu treffen, kein Dreiertreffen abzuhalten, nicht zu reden, den Krieg nicht zu beenden, das Töten nicht zu stoppen“, sagte er in einer Videoansprache. "Er sucht nach Vorwänden, um den Krieg weiterzuführen.“

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