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Kreuzfahrtschiff läuft aus - ohne Passagiere an Bord

Odyssey im Hafen von Kambodscha
Odyssey im Hafen von Kambodscha -  Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Patrick Drews
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Der Betreiber hatte das Schiff wegen hoher Treibstoffpreise gestoppt und nun die Passagiere gezwungen, von Bord zu gehen.

Das Kreuzfahrtschiff "Villa Vie Odyssey" hat in Kambodscha den Hafen verlassen und abgelegt. Sämtliche Passagiere mussten ihre Kabinen räumen, eigentlich war das Konzept auf Dauerreisen ausgelegt.

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Laut Taing Sochitkrishna, dem Chef der lokalen Tourismusbehörde, hat das Schiff den Hafen inzwischen verlassen – allerdings nur noch mit rund 50 Besatzungsmitgliedern an Bord. Während rund 100 Passagiere vorerst in Kambodscha gestrandet sind, trat der Rest der Reisenden Flüge zu anderen Zielen in der Region an.

Bereits am Dienstag holten die Passagiere ihre letzten persönlichen Gegenstände von Bord. Die Hoffnung auf eine Fortsetzung der Reise haben die meisten von ihnen längst aufgegeben: Viele gaben an, nicht mehr mit einer Rückkehr auf das Schiff zu rechnen.

Das in Florida ansässige Unternehmen Villa Vie Residences hatte in der vergangenen Woche überraschend den Betrieb seines Kreuzfahrtschiffes eingestellt.

In der kambodschanischen Hafenstadt Sihanoukville mussten alle Passagiere unfreiwillig von Bord gehen. Als Grund für das plötzliche Aus nannte der Betreiber die explodierten Treibstoffpreise im Zuge des Irankriegs, die eine Weiterfahrt schlicht unbezahlbar machten.

Und das obwohl die Preise für die Tickets auf dem Schiff eigentlich vermuten ließen, das Geld keine Rolle spielen würde. So kostete eine Dauerkabine auf dem Schiff „Odyssey“ zwischen rund 100.000 und rund 400.00 Euro.

Für alle 203 Passagiere des Schiffes ist die Weltreise aber nun beendet.

Die Odyssey, betrieben von der US‑Firma Villa Vie Residences, lag im Hafen von Sihanoukville im Süden Kambodschas. Sie war dort am 23. Oktober zu einem planmäßigen Stopp von fünf Tagen eingelaufen. Eigentlich sollte das Schiff weiter nach Vietnam fahren.

Das Traumschiff ist weg - das Ticket wertlos

Am Ende bleibt den Passagieren wohl nur der schwache Trost, Schiffbruch im wunderschönen Kambodscha erlebt zu haben. Und nicht auf einer einsamen Insel.

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