Er war schon bei Auslandseinsätzen in Afghanistan und in Bosnien-Herzegowina, jetzt folgt Christian Freuding auf Carsten Breuer als Generalinspekteur der Bundeswehr.
Jetzt ist es offiziell: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat den 55-jährigen Generalleutnant Christian Freuding zum neuen Generalinspekteur der Bundeswehr ernannt. Der oberste Soldat der deutschen Truppe, der schon in Afghanistan und in Bosnien-Herzegowina im Einsatz war, übernimmt den Posten im Februar 2027 von General Carsten Breuer.
Der 60-jährige Breuer hatte sich im vergangenen September als Vorsitzender des NATO-Militärausschusses durchgesetzt und soll den neuen Spitzenjob im Sommer 2027 antreten.
Christian Freuding ist 1971 in Weiden in der Oberpfalz geboren. Der verheiratete Vater von zwei Kindern hat an mehreren Bundeswehr-Universitäten studiert, in Hamburg einen Doktortitel erworben und hat es in der Bundeswehr-Hierarchie ganz nach oben geschafft.
Im Euronews-Interview erklärt Freuding moderne Kriegsführung
Im Interview mit Euronews-Reporterin Johanna Urbancik erklärte der Inspekteur des Heeres, Christian Freuding, vor wenigen Monaten, dass es in modernen Konflikten längst nicht mehr nur um Waffen geht. Es gehe vor allem um Tempo und die Fähigkeit, schneller Entscheidungen zu treffen als der Gegner.
Zu Russlands Krieg in der Ukraine hat Freuding auch mehrere YouTube-Videos veröffentlicht. Einige erreichten mehr als eine Million Aufrufe.
Verteidigungsminister Pistorius sagte zur Ernennung von Christian Freuding: "Er hat eindrucksvoll bewiesen, dass er auch in Zeiten großer Veränderungen und Herausforderungen einen kühlen Kopf bewahrt, schnell richtige Entscheidungen trifft und umsetzt“.
Zuletzt war der SPD-Politiker wegen zunächst nicht kampffähiger Kampfhubschrauber in die Kritik geraten.