Der Krieg im Nahen Osten verunsichert die Anleger an den Finanzmärkten. Nach Ansicht von Experten könnte dieses Jahr einen Einbruch oder sogar eine neue globale Finanzkrise bringen. Wie also können Sie Ihr Geld derzeit sicher aufbewahren?
Die letzten Jahre waren gut für die Anleger und auch das Jahr 2026 begann für die Finanzmärkte mit einem Hoch. Die zunehmende Unsicherheit und vor allem der Krieg im Nahen Osten, der vor zehn Tagen begann, könnten die Situation nun jedoch völlig verändern.
"Alle geopolitischen Daten und die Stimmung deuten darauf hin, dass es auch im Jahr 2026 nicht zu einer Korrektur, sondern zu einem Rückgang der Finanzmärkte kommen könnte", sagte Anna Maria Panasiuk, Vermögensberaterin, zu Euronews.
Es lohnt sich nicht, Ersparnisse in nur einem Land zu halten
Auf der Suche nach Sicherheit verlagern die Anleger ihr Kapital in Goldanlagen, in als sicher geltende Währungen wie den Schweizer Franken oder auch in Kryptowährungen. Wie die Expertin betont, ist die goldene Regel, sein Portfolio zu diversifizieren. Vor allem bei geopolitischen Risiken lohnt es sich, seine Ersparnisse nicht nur in verschiedenen Finanzinstrumenten, sondern sogar in verschiedenen Ländern zu halten, um sicher zu sein.
"Wenn es zu einer Panik auf den Finanzmärkten kommt, also weltweit, dann kann das auch Polen in irgendeiner Weise betreffen. Und zu diesem Zeitpunkt sollte man sein Geld in dieser Wirtschaft halten, die als relativ stärker oder stabiler als Polen wahrgenommen wird. Ich kann Ihnen sagen, wo sich die Menschen im Moment schon sicher fühlen. Eine solche Richtung sind die Schweiz und Liechtenstein", fügte Anna Maria Panasiuk hinzu.
Sichere Zufluchtsorte für Kapital in Europa
Die Schweiz und Liechtenstein sind bekannt für ihre politische Neutralität und ihr stabiles und sehr traditionelles Bankensystem. Ein weiterer Faktor ist die Stärke des Schweizer Frankens, der traditionell als sicherer Hafen gilt.
Nach Ansicht der Expertin ist die Möglichkeit der geografischen Diversifizierung eines Portfolios nicht mehr nur Anlegern mit großen Portfolios vorbehalten. Heute gibt es keine technischen oder rechtlichen Hindernisse mehr, um Ersparnisse ins Ausland zu transferieren. Online kann ein Konto selbst oder mit Hilfe eines Beraters eröffnet werden.