Sony erhöht in mehreren Ländern die Preise für PlayStation-Plus-Abos. Viele Spieler kritisieren den Schritt und warnen, dass Gaming-Abos generell immer teurer werden.
Sony hat am Montag eine weitere Preiserhöhung für PlayStation-Plus-Abos angekündigt. Das sorgt bei Nutzerinnen und Nutzern für Ärger und befeuert erneut die Debatte über die Kosten von Gaming-Diensten.
Die Anhebung folgt nur wenige Wochen nach einer Preisrunde für die Konsole PlayStation 5 in Europa und weiteren internationalen Märkten. Sony begründet die Schritte mit Inflation und veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Nach den neuen Tarifen steigt ein einmonatiges PlayStation-Plus-Essential-Abo in den USA auf 10,99 Dollar. In Europa kostet diese Stufe künftig 9,99 Euro, im Vereinigten Königreich 7,99 Pfund.
Auch die dreimonatigen Abos werden in allen genannten Regionen teurer. Sony erklärt, die Anpassungen sollten die „globalen Marktbedingungen“ abbilden. Für neue Kundinnen und Kunden in den betroffenen Ländern gelten sie ab dem 20. Mai.
Bestandskundinnen und -kunden in vielen Regionen behalten vorerst ihre bisherigen Preise, solange sie ihr Abo nicht kündigen oder ändern.
Nach Berichten lokaler Medien und Gaming-Portale können Nutzerinnen und Nutzer in Ländern wie Indien und der Türkei die höheren Preise aber auch bei laufenden Abos zu spüren bekommen.
Sony-Manager haben bereits erklärt, dass immer mehr Nutzer zu Premium-Abos wechseln. Laut Analysten verschafft das dem Konzern zusätzlichen Spielraum für Preiserhöhungen, ohne die Einnahmen spürbar zu gefährden.
Spielerinnen und Spieler zweifeln am Preis-Leistungs-Verhältnis
Die Ankündigung hat im Netz scharfe Kritik ausgelöst. Viele Spielerinnen und Spieler werfen Sony vor, die Preise Schritt für Schritt zu erhöhen, ohne den Gegenwert deutlich zu verbessern.
Gaming-Foren und soziale Netzwerke füllten sich kurz nach Bekanntwerden der neuen Gebühren mit Beschwerden.
Einige Nutzerinnen und Nutzer meinen, die Gebühr für den Online-Mehrspielermodus dürfe in der Branche nicht länger der Standard sein – zumal auch die Preise für digitale Spiele in den vergangenen Jahren gestiegen sind.
Andere stellen infrage, ob die monatlichen Spieleauswahlen und Katalog-Updates die höheren Abo-Kosten rechtfertigen.
Die heftigen Reaktionen zeigen, wie sehr sich die Interessen der Gaming-Unternehmen und ihrer Kundschaft auseinanderentwickeln: Firmen setzen auf planbare Abo-Einnahmen, Verbraucherinnen und Verbraucher kämpfen mit steigenden Ausgaben für Unterhaltung.
Abo-Modelle gewinnen in der gesamten Branche an Bedeutung und folgen damit einem Trend, der sich bei Video- und Musikstreaming bereits etabliert hat.
Sony hat über die aktuellen Preiserhöhungen hinaus keine weiteren Änderungen bei PlayStation Plus angekündigt. Expertinnen und Experten rechnen jedoch damit, dass Abo-Preise im Gaming weiter im Fokus stehen, weil die Unternehmen die Balance zwischen Profitabilität und Kundentreue suchen.