Mexikos reichster Mann Carlos Slim nennt die Krise des Staatskonzerns Pemex das größte Problem des Landes. Der Ölkonzern kämpft mit sinkender Förderung, ausbleibenden Investitionen und Schulden von rund 85 Milliarden Dollar.
Die Krise des staatlichen mexikanischen Ölkonzerns Pemex ist das größte Problem Mexikos, meint der 86-jährige Milliardär Carlos Slim Helú, der reichste Mann des Landes, dessen Vermögen auf rund 125 Milliarden Dollar geschätzt wird.
Der Konzern Pemex steckt in einer tiefen Krise: Die Förderung geht zurück, Investitionen bleiben aus, und die Schulden belaufen sich auf rund 85 Milliarden Dollar (knapp 73 Milliarden Euro).
Pemex schloss das Jahr 2025 mit Verlust von rund zweieinhalb Milliarden Dollar (gut zwei Milliarden Euro) ab. Die Regierung versucht, den Konzern mit aggressiver finanzieller Unterstützung zu retten.
Slims jährliche Pressekonferenz
Der Besitzer von América Móvil, dem größten Mobilfunkanbieter Lateinamerikas, gibt jedes Jahr eine Pressekonferenz, auf der er zu unterschiedlichen Themen Stellung nimmt. Dieses Mal lobte er die wirtschaftspolitische Linie von Präsidentin Claudia Sheinbaum und kritisierte die Entscheidung von Moody's, die Bewertung der mexikanischen Staatsverschuldung herabzustufen.
Außerdem kündigte Slim für dieses Jahr Investitionen von rund fünf Milliarden Dollar (gut vier Milliarden Euro) an, ohne nähere Details zu nennen. Nach seiner Ansicht sollte Pemex vor allem die Ölförderung erhöhen, die er für unzureichend hält. Neue öffentliche und private Investitionen könnten die Produktion um etwa 800.000 Barrel pro Tag steigern, sagte er.