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Raja Ravi Varma: Gemälde erzielt 15,9 Millionen Euro und stellt Rekord für indische Kunst auf

In der vergangenen Woche wechselte Raja Ravi Varmas Ölgemälde auf Leinwand Yashoda und Krishna für über 15 Millionen Euro den Besitzer.
Raja Ravi Varmas Ölgemälde „Yashoda und Krishna“, das letzte Woche für über fünfzehn Millionen Euro verkauft wurde. Copyright  Credit: Saffronart, Canva
Copyright Credit: Saffronart, Canva
Von Anushka Roy
Zuerst veröffentlicht am
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Ein Gemälde aus dem neunzehnten Jahrhundert des indischen Meisters Raja Ravi Varma erzielte bei einer Auktion fünfzehn Millionen Euro und setzte damit einen neuen Rekord für die moderne indische Kunst.

Das Gemälde Yashoda and Krishna des Malers Raja Ravi Varma aus dem 19. Jahrhundert ist für 15,3 Millionen Euro (17,9 Millionen Dollar) versteigert worden – so teuer war noch kein Werk indischer Kunst bei einer Auktion.

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Die leuchtende Öl-auf-Leinwand-Arbeit mit dem kleinen Krishna und seiner Pflegemutter Yashoda stellte vergangene Woche bei einer Auktion in Neu-Delhi einen neuen Rekord auf. Ihr Zuschlagspreis lag deutlich über den Schätzungen, die bei rund elf Millionen Euro gelegen hatten.

Damit übertraf sie den bisherigen Höchstpreis für ein indisches Kunstwerk: M. F. Husains Untitled (Gram Yatra), das im vergangenen Jahr bei Christie’s in New York knapp zwölf Millionen Euro (13,8 Millionen Dollar) erzielte.

Der indische Milliardär und Unternehmer Cyrus S. Poonawalla erwarb das Gemälde bei der von dem in Mumbai ansässigen Auktionshaus Saffronart organisierten Versteigerung.

„Dieser nationale Schatz sollte der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich sein, und ich werde mich künftig dafür einsetzen“, sagte (Quelle auf Englisch) Poonawalla der Zeitung The Hindu.

Wer das Werk sehen will, muss allerdings nach Indien reisen. Die Regierung stuft Varmas Gemälde als „nicht exportierbar“ und als „nationale Kunstschätze“ ein. Sie gelten als Kulturerbe und dürfen das Land ohne ausdrückliche Genehmigung nicht verlassen.

Kunstmarkt: Rekordverkauf in Indien

ARCHIV: Besucher stehen neben Raja Ravi Varmas „Yashoda and Krishna“ auf der India Art Fair in Neu-Delhi, Indien, 2018.
ARCHIV: Besucher stehen neben Raja Ravi Varmas „Yashoda and Krishna“ auf der India Art Fair in Neu-Delhi, Indien, 2018. AP Photo/Manish Swarup

Varma wurde 1848 im südindischen Küstenbundesstaat Kerala geboren. Er gilt als einer der Wegbereiter der modernen indischen Kunst und wird häufig dafür gerühmt, die Ölmalerei in Indien populär gemacht zu haben. Den Schwerpunkt seines Werks bilden Porträts und mythologische Darstellungen.

Yashoda and Krishna entstand in den 1890er-Jahren, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, und interpretiert das Thema der Mutterliebe neu – „ein Thema, das tief in der indischen Kultur und in religiösen Gefühlen verwurzelt ist“, heißt es beim Auktionshaus Saffronart (Quelle auf Englisch).

Zu sehen ist Yashoda, die eine Kuh melkt, während der kleine Krishna zu ihr kommt und sie um Milch bittet – ein Motiv, das in der indischen Bildgeschichte immer wieder auftaucht. Kräftige Farben, spärlicher, aber fein ausgearbeiteter Schmuck und eine genau austarierte Zurückhaltung fügen sich zu einer Komposition, die weithin als „eines der gelungensten Werke des Künstlers“ gilt.

„Große Kunst hat die Fähigkeit, ihren zeitlosen Wert immer wieder zu bestätigen“, sagte Minal Vazirani, Präsidentin und Mitgründerin von Saffronart. „[Der Verkauf von Varmas Gemälde] ist nicht nur ein Meilenstein für den Markt, sondern auch eine eindringliche Erinnerung an die anhaltende kulturelle und emotionale Resonanz indischer Kunst.“

Der Rekordverkauf löste auch online positive Reaktionen aus. Ein Nutzer auf X kommentierte (Quelle auf Englisch): „Der Kunstmarkt ist verrückt, aber das hier? Energie auf einem ganz anderen Level.“

Andere finden, dass dieser Schritt längst überfällig war: „Ehrlich gesagt ist es verrückt, dass Gemälde von Raja Ravi Varma erst JETZT solche Preise erreichen“, schrieb (Quelle auf Englisch) ein weiterer Nutzer auf X. „Hat noch jemand das Gefühl, dass indische Kunst weltweit massiv unterbewertet ist, oder geht es nur mir so?“

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