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Vögel, Omen, Obsession: Was es diese Woche in Europa zu erleben gibt

Cover zu Drake „Ice Man“ – „Obsession“ von Nusra Latif Qureshi, „Backdrops II“, 2001, Kenneth and Yasuko Myer Collection of Contemporary Asian Art.
Albumcover zu Drake „Ice Man“ – „Obsession“ von Nusra Latif Qureshi, Backdrops II, 2001, aus der Kenneth and Yasuko Myer Collection of Contemporary Asian Art. Copyright  OVO Sound and Republic Records - Focus Features - Nusra Latif Qureshi
Copyright OVO Sound and Republic Records - Focus Features - Nusra Latif Qureshi
Von Amber Louise Bryce
Zuerst veröffentlicht am
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Obsessive Liebeshorror im Kino, Ausstellungen zur kreativen Vielfalt des asiatisch-pazifischen Raums: Das sind Europas Kultur-Tipps für diese Woche.

Mitte Mai rückt näher, und alles zieht uns nach draußen.

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Vor allem beginnt die Festivalsaison. Von Cannes für Filmfans bis zur Biennale von Venedig für Kunstliebhaberinnen und -liebhaber – überall starten großartige, manchmal auch ziemlich schräge Events, vom Cheese Rolling im Vereinigten Königreich bis zu glamourösen roten Teppichen.

Wer eher kurze Auszeiten sucht, findet sie in neuen Ausstellungen, die uns gerade besonders begeistern – darunter die Hommage des Musée du quai Branly an Paradiesvögel und die Kunst, die sie inspiriert haben.

Unser Film der Woche wendet sich einem weit weniger idyllischen Thema zu: besessener Liebe, die in blutiges Chaos kippt. Abkühlen kann man danach mit Drakes Album „Iceman“ – es sei denn, das Herz schlägt klar für Kendrick.

Hier unsere Empfehlungen der Woche.

Ausstellungen

Rising Voices: Contemporary Art from Asia, Australia and the Pacific

Michael Cook / Bidjara, Majority Rule (Tunnel), 2014. QAGOMA Foundation.
Michael Cook / Bidjara, Majority Rule (Tunnel), 2014. QAGOMA Foundation. © Michael Cook

Wann: sechzehnter Mai bis zehnter Januar 2027.

Wo: V&A South Kensington (London, Vereinigtes Königreich)

Australien, Asien und der Pazifikraum beherbergen rund sechzig Prozent der Weltbevölkerung – und gehören zugleich zu den spannendsten Regionen für vielfältige, experimentierfreudige Kulturproduktion. Außerhalb des Asien-Pazifik-Raums bekommt man diese Werke selten in größerer Breite zu sehen. Das V&A in London (Quelle auf Englisch) ändert das nun mit einer umfangreichen Schau: mehr als siebzig Skulpturen, Gemälde, Keramiken, Textilarbeiten und vieles mehr von über vierzig Kunstschaffenden. Die Ausstellung spiegelt die besonderen Perspektiven und dynamischen Kulturen der Asien-Pazifik-Region und eröffnet einen beeindruckenden Blick auf Kreativität und Lebensrealitäten eines bislang stark unterrepräsentierten Teils der Welt.

Plumes from Paradise

Modeillustration (Hüte). Rose Valois (Modistin in Paris ab 1927). Paradies in Flammentönen, schwarze Toque, 1947.
Modeillustration (Hüte). Rose Valois (Modistin in Paris ab 1927). Paradies in Flammentönen, schwarze Toque, 1947. Photographie : Philippe Pottier (1905—1991) Paris : L’Officiel de la Couture et de la Mode n. 309-310.

Wann: zwölfter Mai bis achter November 2026

Wo: Musée du quai Branly (Paris, Frankreich)

Mit ihren leuchtenden Farben und ihrem dramatischen Gefieder faszinieren Paradiesvögel Menschen seit Jahrhunderten und beflügeln Kunst und Popkultur. Sie stehen für Sehnsucht, Freiheit und Glamour. Die in Neuguinea heimischen Vögel bilden auch das Zentrum der neuen Schau des Musée du quai Branly (Quelle auf Englisch), die Malerei, Fotografie, Mode und ökologische Perspektiven verbindet. Nahezu einhundertneunzig Werke sind zu sehen, sie würdigen die historische Bedeutung der Vögel – und unsere anhaltende Faszination für sie.

Bonus-Tipp: „Phantasmagoria: Folkloric Sculpture for the Digital Age“ eröffnet am Henry Moore Institute (Quelle auf Englisch) in Leeds, Vereinigtes Königreich, am fünfzehnten Mai.

Filme

Obsession

Wo: Kinos

Wann: fünfzehnter Mai

Man sollte mit seinen Wünschen vorsichtig sein – besonders, wenn man in einem Horrorfilm steckt. „Obsession“ erzählt von Bear (Michael Johnston), einem jungen Mann, der seit Kindertagen in seine Freundin Nikki (Inde Navarrette) verliebt ist. Er wünscht sich an einem kuriosen Weidenzweig, sie möge ihn mehr lieben als jeden anderen Menschen auf der Welt. Danach nimmt die Geschichte rasend düstere Wendungen. Nikki verfällt einer alles verzehrenden Obsession und ist zu allem bereit, auch zu exzessiver blutiger Gewalt, um Bear ganz für sich zu behalten. In der Tradition von Companion und Together stellt auch dieser Film die Frage, wie zerstörerisch Co-Abhängigkeit sein kann – und ob es manchmal gar nicht so schlecht ist, nicht allzu liebenswert zu wirken.

Bonus-Tipps: Im Mai feiern mehrere Filme Jubiläum, darunter Shrek (fünfundzwanzig Jahre) und Top Gun (vierzig Jahre). Beide kommen in ausgewählten Kinos erneut auf die große Leinwand.

Serien

Good Omens

Wo: Prime Video

Wann: dreizehnter Mai

Machen Sie sich bereit für die Wiederkunft.

„Good Omens“, nach der Graphic Novel von Neil Gaiman und Terry Pratchett, ist eine fantastische Comedyserie über einen Engel (Michael Sheen) und einen Dämon (David Tennant), die sich wider Erwarten zusammentun, um die Erde vor dem drohenden Armageddon zu retten. Das Finale fällt nun kürzer aus als geplant und besteht aus einer einzigen neunzigminütigen Folge. Viele Fans hatten überhaupt nicht mehr mit einem Abschluss gerechnet. Nachdem die zweite Staffel 2023 endete, wurden Vorwürfe sexueller Übergriffe gegen Gaiman laut, das Projekt landete daraufhin zunächst auf Eis.

Bonus-Tipp: „Dutton Ranch“, ein neues Spin-off im renommierten „Yellowstone“-Serienuniversum, startet am fünfzehnten Mai bei Paramount+.

Musik

Drake: Iceman

Wann: fünfzehnter Mai

Nach den peinlichen öffentlichen Fehden mit Kendrick Lamar meldet sich Drake wieder mit Alben zurück. Sein neuntes Studioalbum „Iceman“ steht in den Startlöchern, und der frühere Beef bleibt präsent. Vieles auf „Iceman“ kreist Berichten zufolge um Verrat, Loyalität und Drakes Versuch, nach mehreren Kontroversen der vergangenen Jahre zu alter Souveränität zurückzufinden. Musikalisch deutet vieles auf eine Rückkehr zu seinem frühen, aufwendig produzierten Hip-Hop- und Pop-Rap-Sound hin. Auf dem Album sind unter anderem Julia Wolf, Central Cee, Cash Cobain und Yeat zu hören.

Bonus-Tipp: Nach vierzehn Jahren Pause veröffentlichen The All-American Rejects am fünfzehnten Mai ihr fünftes Studioalbum „Sandbox“.

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