Nach den Unwettern, die das Werk des Künstlers JR beschädigten, haben Techniker mit der Restaurierung begonnen. Wie lange die Arbeiten dauern, ist noch offen.
Für die Installation des Künstlers JR über der Seine steht noch kein neuer Eröffnungstermin fest. Die Reparaturen haben jedoch bereits begonnen. Dieser Prozess werde sich „mindestens in den nächsten Tagen und in der kommenden Woche“ fortsetzen, heißt es in einer Mitteilung der Projektpartner, die Euronews vorliegt.
Das monumentale Werk versteht sich als Hommage an Christo und Jeanne-Claude, die 1985 den Pont Neuf verhüllt hatten. Es wurde am Dienstagnachmittag bei einem Sturm mit starken Böen, der über die Hauptstadt zog, beschädigt. Technische Expertinnen und Experten sowie Ingenieurinnen und Ingenieure vor Ort bestätigten, dass der Vorfall auf ein „außergewöhnliches meteorologisches Phänomen“ zurückging.
Begrenzte Schäden und „Launen des Wetters“
Nach neuen Erkenntnissen führte der Riss in der Plane zu einer „lokal begrenzten Beschädigung der aufblasbaren Hülle an drei Stellen“.
Die Projektteams betonen, dass „die Unterteilung der Hülle und die eingesetzten Sicherheitssysteme den Vorfall begrenzt haben“.
Die Arbeiten konzentrieren sich auf zwei Bereiche: die Reparatur der äußeren Plane und der betroffenen Teile der aufblasbaren Struktur.
Mit den Instandsetzungsarbeiten können die Teams erst fortfahren, wenn „die Wetterbedingungen wieder dem jahreszeitlichen Normalzustand entsprechen“, heißt es weiter in der Mitteilung. Darin wird auch der Schutz der eingesetzten Teams hervorgehoben.
Die abgerissene Plane wird in einer Werkstatt instand gesetzt. Für ihre vollständige Wiederherstellung werden „mehrere Szenarien geprüft“, auch wegen der gewaltigen Dimensionen des Werks: 2 400 Quadratmeter Grundfläche, 120 Meter Länge, 20 Meter Breite und Spitzenhöhen zwischen zwölf und 18 Metern.
Das Werk wird mitunter mit anderen monumentalen Installationen verglichen, die für Kontroversen sorgten. Dazu zählen der „Baum“ von Paul McCarthy und der aufblasbare Frosch von Alex Da Corte, die 2014 beziehungsweise 2025 auf der Place Vendôme zu sehen waren.
Die Eröffnung von „La Caverne“, die darauf angelegt ist, „das Verhältnis des Publikums zur Stadt zu hinterfragen“, war ursprünglich für den sechsten Juni geplant. Ein neuer Termin wird erst festgelegt, „im Lichte des Fortgangs der Arbeiten“.