Laut US-Wetterbehörde NOAA sind am Wochenende Sonnenstürme zu erwarten, die nicht nur in Nordamerika und Kanada farbenprächtige Polarlichter oder Aurora borealis erzeugen könnten.
In den USA teilt die Wetterbeobachtungsbehörde teilt mit, Polarlichter im Norden der Vereinigten und in Kanada zu sehen sein könnten, da starke geomagnetische Stürme erwartet werden. Diese könnten vor allem in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni auch für Polarlichter im Himmel über Deutschland - besonders im Norden und an den Küsten sorgen. Da in der Nacht auf Samstag kaum Wolken erwartet wurden, stehen die Chancen gut, einen Blick auf beeindruckende Aurora borealis zu erhaschen.
Die US-amerikanische Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) hat eine Warnung vor einem geomagnetischen Sturm der Stufe G3 (stark) herausgegeben. Vereinzelte Phasen könnten möglicherweise sogar die Stufe G4 (sehr stark) erreichen. Dadurch sollten die Polarlichter in insgesamt 23 US-Bundesstaaten im Nordosten, im Mittleren Westen und im Westen zu sehen sein, wie die Washington Times meldet.
Zuletzt waren im vergangenen Januar spektakuläre Nordlichter in Deutschland zu beobachten.
Zahlreiche Websites, die die Sonnenstürme beobachten, schätzen die aktuelle Warhscheinlichkeit als hoch ein.
Geomagnetische Stürme sind Störungen im Erdmagnetfeld, die durch Sonnenaktivität verursacht werden. Sie erzeugen farbenprächtigen Bänder aus grünem, rotem und violettem Licht. Sie sind auf der Nordhalbkugel der Erde als Polarlichter oder Aurora borealis bekannt.
Am besten sind Polarlichter mit dem Handy zu sehen
Und wie sind die beeindruckenden Aurora borealis am besten zu sehen?
Auf der Jagd nach Polarlichtern sollte der Blick immer gen Norden gerichtet sein.
Und wie Astronomie-Fachleute erklären sind die Farben oft auf einer Kamera oder auf dem Handy besser zu erkennen. Smartphones arbeiten nämlich mit einem speziellen Nachtmodus und längerer Belichtungszeit. So verarbeiten die Sensoren der Kamera mehr Bildinformationen als das menschliche Auge in Echtzeit verarbeiten kann.
Sonnenstürme können gefährlich werden
Die Sonnenstürme, die die bunten Aurora borealis an den Himmel malen, sind Teil einer komplexen Großwetterlage zwischen Erde und Sonne, und können durchaus gefährlich werden. 2022 sind 40 Satelliten von Elon Musks Starlink in einen Sonnensturm geraten und darin verglüht.
Bevor die Sonnenstürme etwas zum Schmelzen bringen, können sie für Störungen sorgen - vor allem für Navigationssysteme. Im MDR erklärt Experte Jens Berdermann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR): "Satelliten können betroffen sein, Stromnetze können betroffen sein. Und Services, von denen wir jeden Tag abhängen, also: Navigation, Kommunikation. Die sind für viele Berufszweige essenziell. Es gibt auch indirekte Auswirkungen: Software, Börsenhandel, Medizinprodukte, Wirtschaft."
Derartige Störungen kommen dann aber doch eher selten vor.