Zu Tränen gerührt: Gewinner der World Food Photography Awards 2026 stehen fest
Von sowjetischen Kurorten bis zu heiligen Flüssen zeigen die World Food Photography Awards, wie vielfältig Essen weltweit unser Leben prägt.
Wer mit den Augen isst, für den zählen die von Bimi gesponserten World Food Photography Awards zu den leckersten Ereignissen des Jahres.
Die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs 2026 stehen fest. Die britische Fotografin Jo Kearney holt den Hauptpreis mit einem Porträt einer Frau, die in einem Sanatorium aus Sowjetzeiten in Tadschikistan Tee einschenkt.
Die Jury wählte aus fast 9.000 Einsendungen aus über 50 Ländern. Die Motive reichen von Reihen überladener Rikscha mit Kohlblättern in Bangladesch bis zu einem „Familienporträt“ von Auberginen.
Alle 203 Finalistenfotos sind in den Londoner Mall Galleries kostenlos zu sehen, noch bis zum 7. Juni. Danach zieht eine Auswahl der Bilder in das Luxuskaufhaus Fortnum & Mason am Piccadilly weiter.
Hier eine Auswahl der diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger. Die komplette Kollektion mit allen Finalistinnen und Finalisten steht auf der Website der World Food Photography Awards online (Quelle auf Englisch).
Gesamtsieg: Jo Kearney, Großbritannien
Die britische Fotografin Jo Kearney zeigt eine Frau, die im Sanatorium Khoja Obi Garm aus Sowjetzeiten in Tadschikistan Tee einschenkt. Caroline Kenyon, Gründerin der World Food Photography Awards, sagte, die Stimmung des Fotos habe sie zu Tränen gerührt.
„In diesem Bild gibt es so viel zu sehen und so viel zu fühlen“, erklärte sie. „Diese Frau hat sicher schon viel erlebt, doch sie hält den Kopf erhoben.“
Das weitläufige Kurhaus in den Hissar-Bergen außerhalb der Hauptstadt Duschanbe gehört zu den wenigen noch betriebenen Einrichtungen in der früheren Sowjetrepublik. Es steht auf heißen Quellen, die Radon enthalten. Radon ist zwar giftig, in kleinen Dosen werden ihm jedoch heilende Wirkungen zugeschrieben. Gäste reisen weiterhin für kurze Aufenthalte an, um in den radioaktiven Becken und Dampfbädern zu entspannen, sich gesund zu ernähren und in der Anlage Momente der Ruhe zu finden.
Bring Home the Harvest: Marco Rutten, Niederlande
Eine Crew zieht im Morgengrauen ihren Fang aus dem Hooghly-Fluss nahe Kolkata in Indien.
Champagne Taittinger Food for Celebration: Pingyao Song, China
Bei einem Festival der chinesischen Marke Zouchuan Hotpot versammeln sich die Menschen um Suppen, die mit Chilis, fermentierter Bohnenpaste, Sichuanpfeffer und weiteren Zutaten köcheln.
Claire Aho Award for Women Photographers – Kellie Carter, USA
In Carters Foto „Granny’s Welcoming Gift of Love“ reicht eine ältere Frau frisch gebackene Köstlichkeiten.
Food in the Field: Serkan Doğus, Großbritannien
Ein Hirte treibt seine Herde den Nemrut-Berg im Osten der Türkei hinab.
Jamie Oliver Youth Prize (13-17): Indigo Larmour, Indien
Gläubige beten in Westbengalen in Indien zum Sonnengott Surya und bringen Opfer für das Chhath-Puja-Fest dar.
Louis Jadot Wine Photographer of the Year (Produce): Luke Carver, Frankreich
Carver lässt die Betrachterinnen und Betrachter aus der Perspektive eines traditionellen georgischen Qvevri, einer Amphore für den Weinausbau, auf die Trauben der Herbsternte blicken.
Politics of Food: Glenn Vanderbeke, Belgien
Vanderbeke porträtiert eine Müllerin im Berufsbildungszentrum Irebero in Ruanda.
Street Food: Kara Baird, Australien
Baird fotografierte in Kyōto einen flüchtigen Moment der Ruhe im geschäftigen Nishiki-Markt.
The James Beard Foundation Photography Award: Daniel D Kwak, USA
Im senegalesischen Restaurant Hadja Marley in New York unterbricht ein Mitarbeiter das Geldzählen und stellt sich für das Foto.
The Philip Harben Award for Food in Action: Lehóczki Balázs, Ungarn
„Oma ging zum Friseur, Opa rasierte sich und ich stellte ihr ganzes Küchenstudio voll“, erzählt Balázs. Er hielt das Paar in einer leisen Morgenroutine fest.