Donald Trump im Clinch mit US-Stars: Seine Regierung nutzt Katy Perrys Hit „Firework“ für ein Video mit Militärbildern, und er beschimpft LeBron James als „Rassist“.
Donald Trump und Hollywoods A‑Prominenz sind selten einer Meinung, und in den vergangenen Tagen hat der ehemalige Präsident gemeinsam mit seiner Regierung erneut mehrere bekannte Stars verärgert.
Er griff kürzlich eines seiner Lieblingsziele an: Bruce Springsteen.
Die beiden haben über Jahre hinweg immer wieder Spitzen ausgetauscht, und die jüngste Attacke kam bei Trumps Rede beim White House Correspondents’ Dinner am Freitag. Ohne erkennbaren Anlass lästerte Trump dabei über das Aussehen der Rock‑Ikone.
„Und was ist mit Bruce Springsteen? Was um Himmels willen ist mit dem Kerl passiert?“ sagte Trump. „Er sieht furchtbar aus. Mir ist egal, was andere sagen, ich soll das ja eigentlich nicht sagen. Er mag mein Aussehen sicher auch nicht, aber so schlimm sehe ich nicht aus.“
Trump beklagte außerdem, Springsteen halte „vier politische Reden in seiner dreistündigen Show“ und witzelte, die Tour des Rockers heiße inzwischen „Bored in the USA“.
Dann verärgerte Trump gemeinsam mit seinem Team Popstar Katy Perry. Sie ging auf Distanz zum Weißen Haus, nachdem dessen offizieller TikTok‑Kanal ihren Song „Firework“ in einem Video mit Bildern von Militärschlägen verwendet hatte.
Das geschmacklose Video (Quelle auf Englisch) zeigt Explosionen, während dazu die Zeilen des Hits aus dem Jahr 2010 laufen. In der Bildunterschrift heißt es: „Iran ist gewarnt worden.“
Perry reiht sich damit in eine lange Liste von Musikerinnen und Musikern ein, die die Trump‑Administration wegen der unerlaubten Nutzung ihrer Songs kritisiert haben. Am Wochenende machte sie ihrem Ärger auf X Luft. „Ich bin zutiefst entsetzt und wütend, ‚Firework‘ auf dem TikTok‑Account des @WhiteHouse als Hintergrundmusik für Videoaufnahmen von Militärschlägen zu sehen. Ich habe dem nicht zugestimmt, ich wurde nicht gefragt, und ich billige das in keiner Weise“, schrieb sie.
Sie ergänzte: „Ich habe diesen Song als Hymne der Hoffnung, Heilung und inneren Stärke für Menschen geschrieben, die durch ihre dunkelsten persönlichen Momente gehen. Mitanzusehen, wie eine Botschaft von Selbstwert und Ermutigung dazu benutzt wird, Zerstörung und Gewalt zu untermalen, ist ein kompletter Verrat an allem, wofür mein Lied steht. Meine Musik soll Menschen zusammenbringen, nicht Kriegsführung feiern.“
Die Seitenhiebe gegen Bruce Springsteen überraschen inzwischen kaum noch. Trumps langjährige Fehde mit dem Boss ist bekannt, und die Missachtung von Regeln zur Nutzung von Musik durch das Weiße Haus ist leider ebenso Routine. Ein weiterer, jüngst geäußerter Kommentar des Ex‑Präsidenten über einen Prominenten sorgt jedoch für allgemeine Verwunderung.
Trump sollte bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus Stellung dazu nehmen, dass NBA‑Star LeBron James die LA Lakers verlassen und zu den Philadelphia 76ers wechseln will. Außerdem wurde er gefragt, wen er für den „Besten aller Zeiten“ halte – LeBron oder Michael Jordan. Trump antwortete: „Michael Jordan ist ein Typ, der ein Freund von mir ist. Ich spiele Golf mit ihm. Er ist ein wirklich guter Kerl.“
Er fügte hinzu: „Ich glaube, LeBron ist – vielleicht ist er ein Rassist, oder vielleicht mag er Trump nicht. Ich weiß es nicht. Ich mag nur Menschen, die mich mögen, deshalb bin ich ganz klar für Michael Jordan.“
Der Clip von Trumps Antwort aus der Pressekonferenz im Weißen Haus ist im Netz viral gegangen. Sein bizarrer Vorwurf hat eine Welle an Kritik ausgelöst.
Hier einige der Reaktionen:
James unterstützte bereits Hillary Clinton im Wahlkampf 2016, anschließend Präsident Joe Biden 2020. Bei der US‑Präsidentschaftswahl 2024 sprach er sich öffentlich für Kamala Harris aus.
Der 41‑jährige NBA‑Star hat seinen Wechsel zu den Philadelphia 76ers vor Kurzem bekannt gegeben, Berichten zufolge mit einem Vertrag über zwei Jahre. In seiner Karriere hat er vier NBA‑Titel gewonnen – zweimal mit den Miami Heat, einmal mit den Cleveland Cavaliers und einmal mit den Los Angeles Lakers. In der NBA‑Geschichte führt er die Ranglisten für erzielte Punkte und absolvierte Spiele an und hofft, mit den 76ers seinen fünften Titel zu holen.
„Ich glaube, ich kann dazu beitragen, dass die Philadelphia 76ers ein Meisterteam werden“, schrieb James in einem ausführlichen Beitrag in den sozialen Medien.
Bislang hat James auf Trumps merkwürdige Äußerung öffentlich nicht reagiert.