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Drei Tote auf Kreuzfahrtschiff im Atlantik – Verdacht auf Hantavirus

Fenster eines Ausflugsschiffs - Illustration
Fenster eines Ausflugsschiffs - Illustration Copyright  AP Photo
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Von Beatrix Asboth
Zuerst veröffentlicht am
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Weitere Passagiere und Crewmitglieder sind erkrankt. Ein Infizierter wird in Südafrika behandelt. Das Virus verbreitet sich meist über Nagetiere - Übertragungen von Mensch zu Mensch sind selten.

Auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik sind drei Menschen gestorben – offenbar im Zusammenhang mit einer Hantavirus-Infektion.

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Nach Angaben südafrikanischer Behörden starb ein 70-jähriger niederländischer Passagier bei der Ankunft auf der Insel St. Helena. Seine 69-jährige Ehefrau erlag wenig später in einem Krankenhaus in Johannesburg ihrer Erkrankung. Auch ein dritter Mann kam ums Leben.

Ein weiterer Passagier, ein 69-jähriger Brite, wird derzeit auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Johannesburg behandelt. Bei ihm wurde das Hantavirus nachgewiesen. Zudem sind zwei Crewmitglieder erkrankt.

Die Reederei teilte mit, dass örtliche Gesundheitsbehörden das Schiff betreten haben, um weitere mögliche Fälle zu untersuchen.

Verdacht auf ungewöhnliche Übertragung

Das Hantavirus wird in der Regel durch Kontakt mit Urin oder Kot infizierter Nagetiere übertragen. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist selten.

Der australische Virologe Paul Griffin erklärte, weltweit würden jährlich rund 150.000 bis 200.000 Infektionen registriert. Die Situation an Bord sei jedoch „ungewöhnlich“ und werfe Fragen auf.

"Was wir auf dem Schiff sehen, ist verdächtig. Es könnte eine Form der Übertragung zwischen Menschen gegeben haben", sagte Griffin. Gerade auf engem Raum – wie auf einem Kreuzfahrtschiff – könnten sich Infektionen leichter ausbreiten.

Gleichzeitig verwies er darauf, dass sich Hygienestandards seit der Covid-Pandemie deutlich verbessert hätten, was den möglichen Ausbruch umso bemerkenswerter mache.

Schiff vor Kapverden festgesetzt

Das unter niederländischer Flagge fahrende Expeditionsschiff MV Hondius war vor rund drei Wochen in Argentinien gestartet und hatte unter anderem die Antarktis und die Falklandinseln angesteuert. Ziel der Reise sind die Kanarischen Inseln.

An Bord befinden sich etwa 150 Passagiere und 70 Crewmitglieder.

Derzeit liegt das Schiff vor den Kapverden vor Anker. Bis auf Weiteres darf niemand das Schiff verlassen.

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