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US-Studie: Klimawandel verstärkt Risiko von Waldrauch für Schwangere

Am Abend des fünften August 2025 ist die Freiheitsstatue in New York im Dunst von Rauch kanadischer Waldbrände zu sehen.
Durch den Dunst von kanadischem Waldbrandrauch ist bei Sonnenuntergang am fünften August 2025 in New York die Freiheitsstatue zu sehen. Copyright  Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Giedre Peseckyte
Zuerst veröffentlicht am
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Rauch von Waldbränden wird für Schwangere zur wachsenden Gefahr: Laut Studie setzt die Klimakrise mehr werdende Mütter schädlicher Luft aus, obwohl Emissionen aus Verkehr und Industrie sinken.

Die in Frontiers in Environmental Health (Quelle auf Englisch) veröffentlichte Studie untersucht, wie stark Menschen in den Vereinigten Staaten zwischen 2003 und 2019 Feinstaubpartikeln PM2.5 aus Waldbränden ausgesetzt waren. Die Forschenden stellen fest, dass Emissionen aus Verkehr und Industrie zwar zurückgegangen sind, die zunehmende Rauchbelastung durch häufigere und heftigere Brände jedoch einen Teil der erzielten Fortschritte für die öffentliche Gesundheit zunichtemacht.

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Nach den Ergebnissen der Studie hat sich die vorgeburtliche Belastung durch Waldbrandrauch in den betrachteten siebzehn Jahren mehr als verdoppelt, vor allem in den westlichen Bundesstaaten, in denen längere Brandsaisons inzwischen normal sind. Rund 65 Prozent der Tage, an denen die Luftqualität die für eine Schwangerschaft als sicher geltenden Grenzwerte überschritt, lassen sich auf Rauch aus Waldbränden zurückführen.

„Die zunehmende Aktivität von Waldbränden hebt die Verbesserungen der vorgeburtlichen Luftqualität durch geringere Emissionen aus menschlichen Aktivitäten systematisch wieder auf. Besonders betroffen sind einkommensschwache, ländliche und indigene Gemeinschaften. Die weitere Zunahme von Waldbränden kann erzielte Fortschritte zusätzlich untergraben“, erklärten die Forschenden.

PM2.5 bezeichnet mikroskopisch kleine Partikel, die tief in die Lunge eindringen und in den Blutkreislauf gelangen können. Sie stehen seit Langem in Verbindung mit negativen Schwangerschaftsverläufen, etwa Frühgeburten und geringem Geburtsgewicht. Die Forschenden weisen darauf hin, dass von Waldbränden erzeugter PM2.5 aufgrund seiner komplexen chemischen Zusammensetzung möglicherweise noch giftiger ist als Abgase aus Verkehr oder Industrie.

Waldbrandrauch: Folgen reichen weit über die USA hinaus

Europa hat in den vergangenen Sommern immer wieder verheerende Waldbrände erlebt, von Griechenland und Portugal bis Spanien und Südfrankreich. Forschende und Gesundheitsbehörden warnen, dass der Klimawandel neben der sichtbaren Zerstörung neue Risiken für die öffentliche Gesundheit schafft.

Der Klimadienst der Europäischen Union und die Gesundheitsbehörden warnen seit Jahren, dass steigende Temperaturen Häufigkeit und Intensität von Waldbränden erhöhen. Millionen Europäerinnen und Europäer sind Rauch ausgesetzt, der sich über Hunderte, teils Tausende Kilometer hinweg über Grenzen hinweg ausbreiten kann.

Mit dem sich beschleunigenden Klimawandel fordern Fachleute, dass Regierungen ihre Gesundheitsratschläge für besonders gefährdete Gruppen wie Schwangere ausweiten. Dazu zählen bessere Prognosen zur Rauchentwicklung, frühere Gesundheitswarnungen und ein gesicherter Zugang zu sauberer Raumluft bei großen Waldbrandereignissen.

Die Forschung macht einen unbequemen Widerspruch für die Politik sichtbar: Jahrzehntelange Investitionen zur Verringerung menschengemachter Luftverschmutzung geraten durch den Klimawandel selbst unter Druck. Städte werden zwar sauberer, doch Extremwetter schafft neue Quellen der Belastung, mit denen die Gesundheitssysteme umgehen lernen müssen.

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