Loader
Finden Sie uns
Werbung

Krafttraining in der Schwangerschaft senkt womöglich Diabetesrisiko

Studie: Krafttraining senkt Risiko für Schwangerschaftsdiabetes
Studie: Krafttraining könnte Schwangerschaftsdiabetes vorbeugen Copyright  Canva
Copyright Canva
Von Alexandra Leistner
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Wenn wir eine schwangere Frau etwas Schweres tragen sehen, wollen wir meist sofort helfen. Doch was, wenn Gewichtheben ihr sogar guttut?

In vielen Fitnessstudios sieht man inzwischen immer mehr schwangere Frauen beim Krafttraining. Eine neue Studie legt nahe, dass das Training nicht nur Muskeln aufbaut, sondern auch das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes senken und die Lebensqualität verbessern könnte.

WERBUNG
WERBUNG

In einer randomisierten klinischen Studie, veröffentlicht in „Acta Obstetricia et Gynecologica Scandinavica“ (Quelle auf Englisch), untersuchten Forschende 209 schwangere Frauen mit Übergewicht oder Adipositas. Die Teilnehmerinnen wurden per Zufall entweder einem Krafttrainingsprogramm oder der üblichen Schwangerschaftsbetreuung zugeteilt.

Training mit leichten Gewichten und Widerstandsbändern

Das Training begann etwa in den Schwangerschaftswochen 12 bis 14 und lief bis Woche 36 oder bis zur Geburt. Es umfasste wöchentliche betreute Einheiten sowie Übungen zu Hause. Die Frauen sollten dreimal pro Woche mit leichten Gewichten oder Widerstandsbändern trainieren.

Insgesamt entwickelten in der Trainingsgruppe zwei Prozent der Frauen einen Schwangerschaftsdiabetes, in der Kontrollgruppe waren es 7,3 Prozent. Der Unterschied war statistisch nicht signifikant. Unter den Frauen, die das Programm durchhielten und mindestens zweimal pro Woche trainierten, bekam keine einen Schwangerschaftsdiabetes. Diese Untergruppe war allerdings klein und explorativ, das Ergebnis beweist daher nicht, dass Sport Diabetes verhindern kann.

Krafttraining verbessert Lebensqualität

Beim Thema Lebensqualität waren die Unterschiede deutlich. Frauen in der Krafttrainingsgruppe berichteten von spürbar besserer Lebensqualität und weniger Schwangerschaftsbeschwerden, etwa weniger Angst, Müdigkeit sowie Rücken- oder Beckenschmerzen.

Das Training schien das Risiko für Komplikationen nicht zu erhöhen. Frühgeburten und Fehlgeburten traten in beiden Gruppen ähnlich häufig auf.

„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die konsequente Teilnahme an einem strukturierten Krafttrainingsprogramm in der Schwangerschaft das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes senken und zugleich das Wohlbefinden der Mutter verbessern kann“, sagte Studienleiterin Teresa E. Santa Cruz, MD, vom Hospital Universitario Donostia in San Sebastián, Spanien.

Sie betonte, dass weitere Forschung nötig sei, um die Ergebnisse zu bestätigen und zu klären, „wie Krafttraining am besten in die reguläre Schwangerschaftsvorsorge integriert werden kann“.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Schwanger im Flugzeug: Diese Rechte haben Sie am Flughafen und an Bord

Mediterrane Ernährung beeinflusst den Erfolg der künstlichen Befruchtung

Ungeregelte Arbeitszeiten: versteckte gesundheitliche Belastung