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Winziger harter Punkt weist Lucy Davis auf Brustkrebs hin: worauf sollten Sie noch achten?

Lucy Davis trifft am Freitag, den 27. Oktober 2017, im Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills, Kalifornien, zu den BAFTA Los Angeles Britannia Awards ein.
Lucy Davis trifft am Freitag, dem 27. Oktober 2017, im Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills, Kalifornien, zu den BAFTA Los Angeles Britannia Awards ein. Copyright  Photo by Chris Pizzello/Invision/AP
Copyright Photo by Chris Pizzello/Invision/AP
Von Roselyne Min
Zuerst veröffentlicht am
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Britische Schauspielerin Lucy Davis übersieht fast erstes Anzeichen von Brustkrebs: Worauf Sie achten sollten und wann Sie zur Vorsorge gehen

Die britische Schauspielerin Lucy Davis hat in dieser Woche öffentlich gemacht, dass sie an unheilbarem Brustkrebs im Stadium IV leidet. Das erste Anzeichen sei so unauffällig gewesen, dass sie fast nicht zum Arzt gegangen wäre.

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Die 53-jährige, bekannt aus „The Office“ und „Shaun of the Dead“, schilderte, sie habe zunächst keinen richtigen Knoten ertastet, sondern nur eine „wirklich winzige“ verhärtete Stelle. Inzwischen habe sich der Krebs auf ihre Wirbelsäule, die rechte Hüfte und die Rippen ausgebreitet.

In ihrem Instagram-Post schrieb sie: „Der erste Knoten, den ich gespürt habe, war streng genommen kein ‚Knoten‘, sondern eher eine verhärtete Stelle. Wirklich winzig. Ich hätte sie fast nicht untersuchen lassen. Deshalb möchte ich sagen: Ignoriert nichts – lasst alles abklären.“

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) (Quelle auf Englisch) erhielten im Jahr 2024 schätzungsweise zwei Komma vier Millionen Frauen die Diagnose Brustkrebs; weltweit starben 694.000 Menschen daran.

Rund 80 Prozent der Brustkrebsfälle treten laut WHO bei Frauen auf, die außer Geschlecht und Alter keine spezifischen Risikofaktoren haben.

Brustkrebs lässt sich deutlich besser behandeln, wenn Ärztinnen und Ärzte ihn früh entdecken. Gelangen Krebszellen aus der Brust in andere Körperregionen, kann die Erkrankung lebensbedrohlich werden.

Die WHO rät, bei einem ungewöhnlichen Knoten in der Brust immer ärztliche Hilfe zu suchen – auch wenn er keine Schmerzen verursacht. Wird Krebs nach dem Auftreten erster Symptome möglichst früh erkannt, steigen die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung.

Mögliche Warnzeichen sind ein Knoten oder eine Verhärtung in der Brust, Veränderungen von Größe, Form oder Aussehen, Dellenbildung oder Rötung der Haut, Veränderungen an der Brustwarze sowie ungewöhnlicher oder blutiger Ausfluss aus der Brustwarze.

Wie Sie Ihre Brust untersuchen

Regelmäßige Selbstuntersuchungen helfen, die eigene Brust gut zu kennen und neue Veränderungen schnell zu bemerken.

Laut MammoScreen (Quelle auf Englisch), einem von der EU geförderten Forschungsprojekt zum Brustkrebsscreening, beginnt das mit einem Blick in den Spiegel: auf Veränderungen von Größe oder Form der Brust, der Haut oder der Brustwarzen.

Brüste, Achselhöhlen und der obere Brustkorb sollten anschließend mit zwei oder drei Fingern abgetastet werden – in unterschiedlichen Druckstärken –, um Knoten, Verhärtungen oder verdickte Areale zu erkennen.

Jede neue Verhärtung, jeder Knoten oder andere ungewöhnliche Befund sollte von medizinischem Fachpersonal abgeklärt werden. Dort kann auch eine klinische Brustuntersuchung erfolgen.

Wichtig ist jedoch: Selbstuntersuchungen ersetzen weder ärztliche Kontrollen noch regelmäßige Mammografie-Screenings.

Brustkrebs-Screening: wann es sinnvoll ist

Auch ohne deutliche Veränderungen kann ein Screening Brustkrebs entdecken, bevor Symptome auftreten.

Das wichtigste Verfahren ist die Mammografie, eine Röntgenuntersuchung mit niedriger Strahlendosis, die Tumoren sichtbar machen kann, lange bevor sie tastbar sind.

Screening ist jedoch immer ein Abwägen von Vor- und Nachteilen und nicht automatisch nach dem Prinzip „je früher, desto besser“.

Mammografien können falsche positive Befunde liefern. Betroffene müssen dann weitere Aufnahmen oder Biopsien über sich ergehen lassen, obwohl sich die Auffälligkeit später als gutartig herausstellt. Wiederholte Mammografien bedeuten zudem eine – wenn auch geringe – zusätzliche Strahlenbelastung.

Für Frauen zwischen 40 und 44 Jahren raten die Leitlinien der Europäischen Kommission (Quelle auf Englisch) von einem routinemäßigen Mammografie-Screening eher ab, weil die möglichen Schäden die Vorteile wahrscheinlich überwiegen.

Screeningprogramme und das Alter, in dem Mammografien angeboten werden, unterscheiden sich in Europa.

In Schweden bieten alle Regionen Frauen zwischen 40 und 74 Jahren kostenlose Mammografie-Screenings an, meist im Abstand von 18 bis 24 Monaten. In England lädt der NHS Frauen ab 50 Jahren bis zum 71. Geburtstag alle drei Jahre zur routinemäßigen Brustkrebsvorsorge ein.

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