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Europäer treiben mehr Sport – doch nicht alle können mitmachen

Europäer treiben mehr Sport als noch vor vier Jahren.
Europäer treiben mehr Sport als noch vor vier Jahren. Copyright  Canva
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Von Giedre Peseckyte
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Immer mehr Europäerinnen und Europäer treiben Sport – und das häufiger als vor vier Jahren. Dennoch gibt es große Unterschiede zwischen den Ländern, etwa bei der Trainingsroutine und der Unterstützung durch Städte für ein aktives Leben.

Die Eurobarometer-Umfrage zu Sport und körperlicher Aktivität (Quelle auf Englisch) der Europäischen Kommission zeigt, dass Europäerinnen und Europäer insgesamt mehr Sport treiben als 2022. Dennoch bleiben deutliche Unterschiede zwischen den Ländern und sozioökonomischen Gruppen, obwohl viele angeben, dass Bewegung ihrem körperlichen und seelischen Wohlbefinden zugutekommt.

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„Immer mehr Europäerinnen und Europäer werden aktiv, aber die Chance mitzumachen hängt noch immer zu stark von Einkommen, Alter und Bildung ab“, sagte Roxana Mînzatu, Exekutiv-Vizepräsidentin für soziale Rechte und Kompetenzen, hochwertige Arbeitsplätze und Vorsorge.

Fast die Hälfte der 26.508 Befragten aus unterschiedlichen sozialen und demografischen Gruppen gab an, täglich oder mehrmals pro Woche zu trainieren oder Sport zu treiben. Gleichzeitig sagten 39 %: Sie machen nie Sport – 2022 waren es noch 45 %.

An der Spitze beim täglichen Training liegen Finnland und Dänemark: Dort treiben 21 % bzw. 20 % der Befragten nach eigenen Angaben jeden Tag Sport. In beiden Ländern sagen zusätzlich jeweils 59 %, sie seien mehrmals pro Woche aktiv.

Am anderen Ende der Skala steht Portugal: 68 % der Befragten dort geben an, nie Sport zu treiben. In Griechenland und Rumänien sind es jeweils 66 %.

Die Gründe für körperliche Aktivität – egal ob weniger als eine Stunde pro Woche oder mehr als drei Stunden – reichen vom Wunsch, die eigene Gesundheit zu erhalten, bis hin zu Entspannung und besserer psychischer Verfassung.

Fast alle Befragten sind überzeugt, dass Bewegung die seelische Gesundheit stärkt. Die meisten finden außerdem, dass Sport Gemeinschaften zusammenbringt und das Wohlbefinden benachteiligter Gruppen verbessert.

Wer weniger aktiv ist, als er oder sie gern wäre, nennt vor allem fehlende Zeit als Hindernis: 37 % der Europäerinnen und Europäer geben dies an. 26 % sprechen von fehlender Motivation oder Interesse, 15 % von gesundheitlichen Problemen oder Verletzungen. Für 12 % spielt auch der Preis eine Rolle.

Bildungsniveau und finanzielle Lage hängen eng mit der Sportbeteiligung zusammen.

Rund 59 % der Menschen, die mindestens bis zum 20. Lebensjahr in Ausbildung waren, treiben mehrmals pro Woche Sport. Unter denjenigen, die mit 15 Jahren oder früher aufgehört haben, sind es nur 23 %. Wer große Mühe hat, seine Rechnungen zu bezahlen, sagt zudem doppelt so häufig, er treibe nie Sport wie Menschen, die selten oder nie finanzielle Probleme haben – 54 % gegenüber 26 %.

„Alle sollten Zugang zu bezahlbarem Sport und zu sicheren Bewegungsräumen in Wohnortnähe haben“, sagte Mînzatu. „Das heißt, wir müssen Kinder unterstützen, deren Familien sich Vereinsbeiträge nicht leisten können, ebenso ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen.“

Die Unterschiede zwischen den Altersgruppen sind deutlich. Fast drei Viertel der 15- bis 24-Jährigen treiben mindestens mehrmals pro Woche Sport, bei den 75-Jährigen und Älteren sind es nur 25 %. In der ältesten Gruppe nennen die meisten gesundheitliche Probleme oder Verletzungen als Hindernis. Jüngere und Menschen mittleren Alters verweisen deutlich häufiger auf fehlende Zeit.

Die Umfrage fragte auch danach, wie oft Menschen sich aus anderen Gründen bewegen, etwa beim Weg zur Arbeit oder bei der Gartenarbeit.

Am stärksten stieg der Anteil der Menschen, die Wege aktiv zurücklegen – von 24 % im Jahr 2022 auf 37 %. Mindestens zehn Minuten am Stück zu Fuß gehen nach eigenen Angaben inzwischen 72 % der Bürgerinnen und Bürger; 2022 waren es erst 16 %.

Allerdings finden nicht alle Europäerinnen und Europäer ihre Umgebung zum Gehen oder Radfahren gut geeignet. Das kann die Möglichkeiten für einen aktiven Arbeitsweg einschränken.

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