Beim diesjährigen Met Gala steht das Motto 'Mode ist Kunst' im Mittelpunkt. Beyoncé, Nicole Kidman und Venus Williams leiten im Mai die Benefizgala fürs Metropolitan Museum.
Die jährliche Met Gala zeigt, dass für viele US-Stars Mode an erster Stelle steht. Der Abend bietet ihnen die perfekte Bühne, um ihren extravagantesten Stil zu präsentieren.
Die viel beachtete Party im Metropolitan Museum of Art in New York ist eine glanzvolle Benefizgala für das Costume Institute. Passenderweise lautet das diesjährige Motto samt Dresscode „Fashion is art“, also „Mode ist Kunst“.
Im vergangenen Jahr war die exklusive Veranstaltung so erfolgreich wie nie zuvor und brachte rund einunddreißig Millionen Euro ein.
Für alle, die die horrenden Eintrittspreise zahlen, besteht immerhin kein Entscheidungsdruck: Der Ball findet erst am vierten Mai statt (wer nach dem Preis fragen muss, kann ihn sich vermutlich nicht leisten*).
Bis dahin können sich Modefans vom prominent besetzten Style Council inspirieren lassen. „Vogue“-Chefredakteurin Anna Wintour führt durch den Abend, an ihrer Seite Beyoncé, Nicole Kidman und Venus Williams.
Zum Kreis der obersten Co-Gastgeber kommt ein „Host Committee“ unter Leitung des belgisch-italienischen Designers Anthony Vaccarello, Kreativdirektor von Yves Saint Laurent, und der Filmemacherin Zoë Kravitz. Dem Komitee gehören außerdem Stars wie Sabrina Carpenter, Teyana Taylor, Lena Dunham, Angela Bassett und die Athletin Aimee Mullins an.
Stammleserinnen und -leser wissen: Der Abend eröffnet auch die jährliche Frühjahrsausstellung des Met zur Mode.
Die diesjährige Schau wird die größte in der Geschichte des Instituts, gemessen an der Zahl der Exponate. Geplant sind fast 400 Objekte insgesamt, also 200 Kleidungsstücke und 200 Kunstwerke aus dem ganzen Museum, die paarweise präsentiert werden.
Andrew Bolton, Kurator des Costume Institute des Met, beschreibt die Schau als „ein echtes Monster“. Sie soll Mode als roten Faden durch die gesamte Kunstgeschichte ziehen.
Die Idee dahinter ist, den „bekleideten Körper“ in all seinen Facetten zu untersuchen und zu zeigen, dass Mode nicht nur Kunst ist, was frühere Ausstellungen bereits betont haben. Kunst ist auch Mode. „Wir kehren unsere bisherige Sichtweise um“, sagt Bolton. „Jetzt schauen wir mit dem Blick der Mode auf die Kunst.“
In der Praxis heißt das zum Beispiel: In einer Vitrine steht eine Vase aus dem antiken Griechenland. Darüber hängt ein Kleid aus der umfangreichen Kostümsammlung des Hauses, das die Mode der Figuren auf der Vase aufgreift.
*Wie teuer ist das wirklich? In der Regel kaufen Unternehmen ganze Tische. Modehäuser laden dann ihre Wunschprominenten ein. In der Vergangenheit kostete ein Einzelticket bis zu 50.000 Dollar (49.000 Euro), ein Tisch 300.000 Dollar (281.000 Euro) oder mehr.
Costume Art ist vom zehnten Mai bis zum zehnten Januar 2027 zu sehen