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Chile: Smiljan Radić Clarke erhält Pritzker-Architekturpreis 2026

Pritzker-Preisträger 2026: Architekt Smiljan Radic Clarke
Pritzker-Preisträger 2026: Architekt Smiljan Radic Clarke Copyright  Courtesy of The Pritzker Architecture Prize
Copyright  Courtesy of The Pritzker Architecture Prize
Von Tokunbo Salako
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Der chilenische Meister des modernen Designs erhält nun den wichtigsten Architekturpreis der Welt. Die Verleihung hatte Enthüllungen über Tom Pritzkers Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein verzögert.

Der chilenische Architekt Smiljan Radić Clarke erhält in diesem Jahr den Pritzker-Architekturpreis, die weltweit renommierteste Auszeichnung der Branche.

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Der sechzigjährige Radić aus Santiago genießt einen Ruf für radikale Originalität. Er entwirft ortsbezogene, sehr unterschiedliche Bauformen, in denen er Materialien und Natur auf besondere Weise verbindet.

In Europa ist vor allem sein Serpentine Gallery Pavilion in London aus dem Jahr 2014 bekannt: eine transluzente Hülle aus Fiberglas, die auf massiven, tragenden Steinen aus der Umgebung ruht.

Der Serpentine Gallery Pavilion
Der Serpentine Gallery Pavilion Courtesy of Iwan Baan

Das Licht wird darin gefiltert, nicht ausgestellt. Die Hülle bleibt unvollständig, sodass Besucherinnen und Besucher Schutz finden, ohne völlig vom umliegenden Park getrennt zu sein.

Innenansicht der Serpentine Gallery
Innenansicht der Serpentine Gallery Courtesy of Iwan Baan

In ihrer Begründung äußerte sich die Jury des Jahres 2026 äußerst anerkennend über seine „optimistischen und still freudigen“ Bauten.

„Wenn Architektur der Lebensweise der Menschen Form gibt, dann schafft Radić Räume, die zugleich überraschend und vollkommen selbstverständlich wirken“, erklärte die Pritzker-Jury.

Architektur als Kunst

Bei der Entgegennahme des Preises sagte Radić, seine Arbeit ziele darauf, „Bauten zu schaffen, die jahrhundertelang in der Sonne stehen und auf unseren Besuch warten“.

„Wir wollen Erlebnisse ermöglichen, die eine emotionalen Präsenz haben und die Menschen dazu bringen, innezuhalten und eine Welt neu zu betrachten, die so oft gleichgültig an ihnen vorüberzieht“, fügte er hinzu.

In seiner Heimat Chile zählt das Regionale Theater in Biobío (Teatro Regional del Biobío, Concepción, Chile, 2018) zu seinen bekanntesten Werken. Es handelt sich um eine sorgfältig konstruierte, halbtransparente Hülle, die das Licht moduliert und mit zurückhaltender Formensprache die Akustik unterstützt.

Teatro Regional del Biobío
Teatro Regional del Biobío Courtesy of Iwan Baan
Teatro Regional del Biobío
Teatro Regional del Biobío Courtesy of Iwan Baan

Die Bekanntgabe des diesjährigen Preisträgers war für vergangene Woche angekündigt, verzögerte sich jedoch. Grund war das Auftauchen von Tom Pritzker, dem Vorsitzenden der den Preis vergebenden Stiftung, in jüngst veröffentlichten Unterlagen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

Pritzker hat sich inzwischen von der Stiftung distanziert, bleibt jedoch weiterhin Direktor und Vizepräsident.

Smiljan Radić Clarke ist der fünfundfünfzigste Preisträger des Pritzker-Architekturpreises und arbeitet an neuen Projekten in Albanien, Spanien, der Schweiz und im Vereinigten Königreich.

Der Pritzker-Architekturpreis wurde 1979 erstmals an den Modernisten Philip Johnson vergeben. Seither erhielten einige der einflussreichsten Architektinnen und Architekten der Welt die Auszeichnung, darunter I. M. Pei, Oscar Niemeyer, Frank Gehry, Rem Koolhaas und Zaha Hadid.

Weitere Quellen • Pritzker Architecture Prize, AFP

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