Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Albanien: Tausende protestieren gegen Jared Kushners Luxusprojekt

Symbolfoto (Jared Kushner)
Symbolfoto: Jared Kushner Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Anna Flori
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

Eine Firma mit Verbindungen zum Schwiegersohn des US-Präsidenten will Hotelkomplexe in albanischen Schutzgebieten bauen. Der Regierungschef bestreitet eine Einigung. Bagger roden dennoch bereits Kiefernwald im Projektgebiet.

Am Montag sind Tausende in Tirana, der Hauptstadt Albaniens, auf die Straße gegangen. Sie protestierten gegen ein Luxusresort-Projekt, das mit Jared Kushner, dem Schwiegersohn des früheren US-Präsidenten Donald Trump, in Verbindung steht.

WERBUNG
WERBUNG

Das Investmentunternehmen Affinity Partners will küstennahe Feuchtgebiete in ein riesiges Ferienresort verwandeln. Das Projekt sieht Hotelkomplexe auf mehreren Hektar der geschützten Küstenzone Vjosa-Narta bei Zvernec und auf der unbewohnten Adriainsel Sazan vor.

Die albanische Antikorruptionsstaatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, nachdem Umweltverbände warnen, dass das Vorhaben die biologische Vielfalt der Region gefährden und Zugvogelrouten stören könnte.

Ministerpräsident Edi Rama, der Gespräche mit Kushner bestätigt hat, erklärte am Montag vor Abgeordneten, das Projekt entstehe nicht in einem Naturschutzgebiet. Der endgültige Antrag liege noch nicht vor, auch die Umweltstudie sei noch nicht abgeschlossen.

Bagger sind schon im Einsatz

Dem widerspricht, dass bereits Anfang Mai Bagger im geschützten Küstengebiet Vjosa-Narta begonnen haben, den Kiefernwald zu roden, um neue Zufahrtsstraßen und Baustellen anzulegen.

Die Protestwelle begann im Mai, als die Behörden rund um das geplante Baugelände Zäune mit Stacheldraht errichteten. Seitdem haben weder Anwohner noch Touristen Zugang zum Strand. Am Sonntag versammelten sich Demonstrierende vor Regierungsgebäuden und forderten einen Baustopp sowie den Rücktritt von Regierungschef Edi Rama.

Die Empörung wuchs, nachdem in den sozialen Netzwerken ein Video kursierte, das angeblich zeigt, wie Sicherheitskräfte einen Umweltaktivisten mit Gewalt vom Gelände in Zvernec abführen.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Starkes Erdbeben erschüttert weite Teile Süditaliens

Frankreich schließt israelische Angriffswaffen von Eurosatory-Waffenmesse aus

Warum setzt die EU auf Elektrifizierung - und was bedeutet das überhaupt?