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Frankreich schließt israelische Angriffswaffen von Eurosatory-Waffenmesse aus

Besucher begutachten ausgestellte Waffen auf einer Rüstungsmesse in Tel Aviv, Israel, am Dienstag, dem 17. Februar 2026.
Besucher begutachten ausgestellte Waffen auf einer Rüstungsmesse in Tel Aviv in Israel am Dienstag, dem 17. Februar 2026. Copyright  Oded Balilty/Copyright 2026 The AP. All rights reserved
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Von Serge Duchêne mit AFP
Zuerst veröffentlicht am
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Israelische Unternehmen dürfen auf der Pariser Waffenmesse nur noch Luft- und Raketenabwehrsysteme präsentieren. Das israelische Verteidigungsministerium kritisiert die Entscheidung scharf.

Frankreich hat israelischen Unternehmen die Präsentation von Angriffswaffen auf der internationalen Verteidigungs- und Sicherheitsmesse Eurosatory 2026 untersagt. Das teilten die Veranstalter der Nachrichtenagentur AFP mit.

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Zugelassen seien lediglich israelische Aussteller, die Systeme zur Raketen- und Luftverteidigung präsentieren, sagte Charles Beaudouin, Präsident des Messeveranstalters COGES Events.

Er reagierte damit auf Kritik des israelischen Verteidigungsministeriums, das gegen die Auflagen protestiert hatte. "Das ist eine Entscheidung der französischen Regierung und des Verteidigungsrats", erklärte Beaudouin. Nach seinen Angaben gilt die Regelung ohne Ausnahme: Selbst Unternehmen, die sowohl Verteidigungs- als auch Angriffssysteme herstellen, dürfen auf der Messe ausschließlich ihre Abwehrtechnologien zeigen.

"Es gibt keinerlei Spielraum. Wenn ein Aussteller auch Raketen produziert, darf er sie nicht präsentieren. So schließen wir alle Angriffswaffen aus", sagte Beaudouin.

Das französische Verteidigungsministerium bestätigte die Einschränkungen gegenüber dem Sender franceinfo. "Wir haben einen klaren Rahmen gesetzt: Die Ausstellung ist auf israelische Systeme und Ausrüstung zur Luft- und Raketenabwehr beschränkt", erklärte das Ministerium.

Israelische Unternehmen könnten an der Eurosatory teilnehmen, sofern sie sich an diese Vorgaben hielten. Das israelische Verteidigungsministerium kritisierte die Entscheidung scharf. Aufgrund der Auflagen sei es nicht möglich, an der Messe teilzunehmen oder einen nationalen Pavillon einzurichten, erklärte das Ministerium.

Die Maßnahme sei eine "beschämende Entscheidung", die von politischen und wirtschaftlichen Motiven geprägt sei, hieß es weiter. Zugleich füge sie sich in eine aus israelischer Sicht "äußerst besorgniserregende Entwicklung" der französischen Politik der vergangenen Jahre ein.

Wie der französische Sender RTL berichtet, waren israelische Rüstungsunternehmen bereits von der Eurosatory 2024 ausgeschlossen worden. Das französische Verteidigungsministerium begründete dies damals mit dem Krieg im Gazastreifen und erklärte, die Voraussetzungen für eine Teilnahme israelischer Unternehmen seien nicht mehr gegeben.

Das Handelsgericht in Paris setzte den Ausschluss später jedoch aus. Die Richter kamen zu dem Schluss, dass das Teilnahmeverbot für israelische Unternehmen diskriminierend sei und daher aufgehoben werden müsse. Auch auf der Luft- und Raumfahrtmesse Le Bourget 2025 durften der israelische Rüstungskonzern Rafael und weitere Unternehmen nicht ausstellen, nachdem sie sich geweigert hatten, Angriffswaffen aus ihren Präsentationen zu entfernen.

Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen Frankreich und Israel. Frankreich hat seit Ende Februar wiederholt israelische Angriffe im Libanon verurteilt, die sich gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz richten. Am Sonntag forderte Paris eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats, nachdem israelische Soldaten die historische Beaufort-Burg im Südlibanon besetzt und dort die israelische Flagge gehisst hatten.

Die Eurosatory findet vom 15. bis 19. Juni auf dem Messegelände Paris Nord Villepinte nördlich von Paris statt. Nach Angaben der Veranstalter werden mehr als 2.000 Aussteller aus 42 Länderpavillons, 334 offizielle Delegationen aus 93 Staaten sowie rund 43.000 Fachbesucher aus 155 Ländern erwartet.

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