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Italien kauft Andachtsbild der Frührenaissance für zwölf Millionen Euro

Antonello da Messinas Tafelbild „Ecce Homo“ von etwa 1470 wird am 27. März zweitausendsechsundzwanzig im italienischen Senat der Presse gezeigt.
Antonello da Messinas Tafelbild „Ecce Homo“ von etwa 1470 wird am 27. März 2026 im italienischen Senat der Presse präsentiert. Copyright  AP Photo/Domenico Stinellis
Copyright AP Photo/Domenico Stinellis
Von Tokunbo Salako mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Zum zweiten Mal in einem Monat kauft Italien ein historisches Gemälde zum Schutz seines Kulturerbes: ein Andachtsbild von Antonello da Messina für zwölf Komma sechs Millionen Euro.

Italien hat erneut gehandelt, um das Eigentum an einem als Nationalschatz geltenden Kunstwerk zu schützen. Der Staat kauft ein Gemälde aus der Renaissance für zwölf Komma sechs Millionen Euro.

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Die Regierung gibt das Geld für ein Andachtsbild von Antonello da Messina aus. Das Werk sollte eigentlich bei Sotheby's in New York versteigert werden.

„Ecce Uomo“ zeigt Jesus mit einer Dornenkrone auf dem Kopf und einem Seil um den Hals, in jenem Moment, in dem Pontius Pilatus ihn der aufgebrachten Menge übergibt, die ihn zur Kreuzigung abführen will.

Der Ankauf erfolgt gut zwei Wochen, nachdem Italien ein seltenes Porträt des Barockmalers Caravaggio für dreißig Millionen Euro erworben hat, eine der höchsten Staatsinvestitionen überhaupt für ein einzelnes Kunstwerk.

Das Porträt zeigt Maffeo Barberini, einen Adligen, der später Papst Urban VIII. wurde.

ARCHIV: „Ecce Homo“ von Antonello da Messina, ein Temperagemälde auf Holztafel aus der Zeit um 1470, ist in Rom ausgestellt
ARCHIV: „Ecce Homo“ von Antonello da Messina, ein Temperagemälde auf Holztafel aus der Zeit um 1470, ist in Rom ausgestellt AP Photo

Es handelt sich um ein Andachtsbild auf einer Holztafel, zwanzig Komma drei Zentimeter hoch und vierzehn Komma neun Zentimeter breit. Auf der einen Seite ist der „Ecce Homo“ zu sehen, auf der anderen der büßende heilige Hieronymus.

Italiens Kulturminister Alessandro Giuli kündigte an, dass in naher Zukunft weitere bedeutende Ankäufe und internationale Aktionen folgen dürften.

„Wir wollen den Menschen deutlich machen, wie wichtig es für uns ist, Werke von großer künstlerischer und öffentlicher Bedeutung nach Italien zurückzuholen.“

Der Besitzer trug das Werk jahrelang in einer Ledertasche mit sich und holte es zum Gebet hervor. Durch das wiederholte andächtige Küssen ist das Gesicht des heiligen Hieronymus stark abgerieben.

„Der heilige Hieronymus ist völlig weggerieben“, erklärte Federica Zalabra, Direktorin des Nationalmuseums der Abruzzen, dem ersten Museum, das das Gemälde zeigen wird. Eine frühe Besitzerin oder ein früher Besitzer habe es immer wieder geküsst. „Dieser direkte Kontakt, das Küssen und Berühren, hat dem Kunstwerk geschadet.“

Die Tafel stammt aus der Zeit um 1470.

„Ich muss sagen: Das Kulturministerium unternimmt große Anstrengungen, um das nationale Kunstvermögen zu erweitern“, sagte Massimo Osanna, Generaldirektor der italienischen Museen.

Man könne sich fragen, warum der Staat überhaupt Kunst ankaufe, so Osanna weiter. „Denn wir erwerben ausschließlich einzigartige Stücke wie Antonellos Werk oder Caravaggios Maffeo Barberini, die nun in ihre Heimat zurückkehren.“

Zunächst wird das Gemälde im Nationalmuseum der Abruzzen in L’Aquila zu sehen sein. Danach soll es an weitere Orte im ganzen Land wandern, damit möglichst viele Menschen das Werk aus nächster Nähe betrachten können.

Cutter • Yolaine De Kerchove Dexaerde

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