Italienische Ermittler haben Vermögen im Wert von bis zu zwanzig Millionen Euro beschlagnahmt, mutmaßlich aus Diebstahl bei Schauspielerin Ursula Andress, dem ersten Bond-Girl.
Die italienische Polizei hat nach eigenen Angaben Vermögenswerte im Wert von 20 Millionen Euro sichergestellt. Sie sollen mit Geld gekauft worden sein, das der ersten Bond-Girl-Darstellerin Ursula Andress gestohlen wurde.
Zu den beschlagnahmten Gütern gehören Immobilien, Weinberge und Olivenhaine in der Toskana.
Ausgangspunkt ist eine Anzeige der neunzigjährigen Schauspielerin in ihrer Schweizer Heimat. Sie wirft Personen, die ihr Vermögen verwaltet haben, eine „schrittweise und erhebliche Aushöhlung ihres Vermögens“ vor.
In einer gemeinsamen Aktion verfolgten Staatsanwälte aus der Schweiz und aus Italien die Spur des Geldes bis nach Florenz. Von dort aus nahmen die Behörden die Geldflüsse unter die Lupe. Nach ihren Angaben flossen die ergaunerten Gelder in ausländische Unternehmen, dienten dem Kauf von Luxusgütern und wurden anschließend über verschachtelte Transaktionen verschleiert.
Die Ermittlungen führten sie zu einem Immobilienkomplex in San Casciano Val di Pesa. Dort stießen sie zudem auf zahlreiche Kunstwerke und weitere Werte.
„Ich stehe noch immer unter Schock“, sagte Andress laut der Schweizer Zeitung Blick. „Man hat mich bewusst als Opfer ausgesucht. Acht Jahre lang hat man um mich geworben und mich umschmeichelt. Man hat mich schamlos belogen und meine Gutmütigkeit auf perfide, ja kriminelle Weise ausgenutzt, um mir alles wegzunehmen. Man hat mein Alter schamlos ausgenutzt.“
Verdächtige haben die Ermittler bislang jedoch nicht benannt.
Berühmt wurde Andress als Honey Ryder im James-Bond-Film Dr. No aus dem Jahr 1962. Unvergessen ist ihr Auftritt, als sie im weißen Bikini mit einem Messer an der Hüfte und je einer Muschel in der Hand aus dem Meer an einen karibischen Strand tritt.
Mit dieser Rolle an der Seite von Sean Connery startete sie eine Film- und Fernsehkarriere, die mehr als zwei Jahrzehnte dauerte.