Die Werke verlieh man im Jahr neunzehnhundertneunundzwanzig für die Iberoamerikanische Ausstellung in Sevilla. An ihren Eigentümer, das Hospital de los Venerables Sacerdotes in Sevilla, gingen sie jedoch nie zurück.
Die spanische Nationalpolizei hat zwei ovale Ölgemälde auf Kiefernholz sichergestellt. Sie stammen von dem sevillanischen Maler des siebzehnten Jahrhunderts Lucas Valdés, gehörten zum Hospital de los Venerables Sacerdotes in Sevilla und galten seit fast einem Jahrhundert als verschwunden.
Die Ermittlungen begannen im September 2025, nachdem das Kulturministerium über die Abteilung für illegalen Handel mit Kulturgütern und auf Hinweis der Erzdiözese Sevilla die Nationalpolizei informiert hatte. Zwei Werke im Katalog eines Auktionshauses könnten aus der Kirche des Hospital de los Venerables Sacerdotes in Sevilla gestohlen worden sein.
Seit 1930 verschwunden
Die Gemälde sollten wenige Tage später versteigert werden. Ihre Merkmale stimmten mit zwei Werken überein, die seit 1930 nach der Iberoamerikanischen Ausstellung in Sevilla verschwunden waren.
Bei den sichergestellten Stücken handelt es sich um zwei ovale Ölbilder auf Kiefernholz, die biblische Szenen zeigen und von dem bedeutenden sevillanischen Maler des siebzehnten Jahrhunderts Lucas Valdés stammen.
Die Gemälde waren Bestandteil der Ausgestaltung des Hochaltars der Kirche des Hospital de los Venerables Sacerdotes in Sevilla. 1929 wurden sie für die Iberoamerikanische Ausstellung in Sevilla ausgeliehen. Nach Abschluss der Schau 1930 kehrten sie jedoch nie zurück, und ihre Spur verlor sich über Jahrzehnte.
Auf Basis der Hinweise nahm die Brigade für Historisches Kulturerbe die Ermittlungen auf, um die Herkunft der Werke zu klären und festzustellen, ob es sich um die verschwundenen Stücke aus der Kirche der Venerables Sacerdotes in Sevilla handelt. Nachdem Fachleute ihre Authentizität bestätigt und sie eindeutig als die vermissten Gemälde identifiziert hatten, stellten die Beamtinnen und Beamten die Bilder sicher, um den Verkauf zu verhindern und ihren Schutz zu gewährleisten.
Rückgabe nach Einigung mit den Besitzern
Im Verlauf der Ermittlungen ermittelten die Beamten die aktuellen Besitzer der Werke. Sie erläuterten ihnen den rechtlichen und eigentumsrechtlichen Status der Gemälde und machten deutlich, dass eine Rückgabe an die rechtmäßigen Eigentümer geboten ist. Dank der Vermittlung zwischen den Besitzern und dem Erzbistum Sevilla gelang schließlich die tatsächliche Rückgabe beider Werke.
Am zwanzigsten dieses Monats nahm die Erzdiözese Sevilla die beiden Gemälde in Empfang. Die Übergabe fand in der Kirche des Hospital de los Venerables Sacerdotes der Stadt statt.