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Robin-Hood-Legende: 1.200 Jahre alte Eiche im Sherwood Forest für tot erklärt

Die rund 1.200 Jahre alte Eiche Major Oak, in der Robin Hood der Legende nach Unterschlupf fand, steht im Sherwood Forest bei Nottinghamshire in England.
Die etwa 1 200 Jahre alte Eiche Major Oak, angebliches Versteck von Robin Hood, steht im Sherwood Forest bei Nottingham in England. Copyright  Credit: AP Photo
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Von Theo Farrant & AP
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Es ist nicht das erste Mal, dass die legendäre Eiche für tot erklärt wird. Früher schlug sie im Frühjahr doch wieder aus. Dieses Jahr bleibt sie kahl.

Die legendäre Major Oak im Sherwood Forest, unter deren Ästen Robin Hood der Überlieferung nach Unterschlupf fand, ist abgestorben.

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In diesem Frühling trieb der Baum keine Blätter mehr aus. Daraufhin bestätigte die Royal Society for the Protection of Birds (RSPB), was Naturschützer schon lange befürchteten.

Der Sage nach nutzte der Gesetzlose aus dem 13. Jahrhundert die Eiche als Versteck, um seinem Erzfeind, dem Sheriff von Nottingham, zu entkommen und den Reichen zu nehmen, um den Armen zu geben.

Eine einzelne Ursache gibt es nicht. Nach Angaben der RSPB haben jedoch Jahrzehnte der Belastung – Trockenperioden, Klimawandel und der Druck von Millionen Besuchern – das Wurzelsystem ausgelaugt.

„Bäume geraten bei anhaltender Trockenheit unter enormen Stress. Selbst ein gesunder Baum spürt den Druck solcher langen Dürrephasen. Die Major Oak ist zudem durch weitere Faktoren belastet. In den vergangenen Jahrzehnten haben wir gesehen, wie die Vitalität ihres Wurzelsystems stark nachgelassen hat“, erklärt Chloe Ryder, Betriebsleiterin der RSPB Sherwood Forest Estates.

Die rund 1.200 Jahre alte Eiche Major Oak, in der Robin Hood der Legende nach Zuflucht suchte, steht am 19. Oktober 2007 im Sherwood Forest nahe Nottinghamshire in England.
Die rund 1.200 Jahre alte Eiche Major Oak, in der Robin Hood der Legende nach Zuflucht suchte, steht am 19. Oktober 2007 im Sherwood Forest nahe Nottinghamshire in England. Credit: AP Photo

Besucherinnen und Besucher der vergangenen zwei Jahrhunderte haben den Boden rund um die knorrigen Äste und die ausladende Krone im Sherwood Forest bei Nottingham verdichtet. Dadurch konnte Regenwasser die Wurzeln nur noch schwer erreichen, wie die Naturschutzorganisation RSPB erklärt.

Der Wald steht seit Jahren unter Druck, und immer wieder kursierten Gerüchte, die Eiche sei bereits abgestorben – nur um dann von der RSPB als noch lebendig bestätigt zu werden. Dieses Mal ist das anders.

Die britische Schauspielikone Dame Judi, Schirmherrin und Botschafterin der Woodland Trust, sagte: „Die Major Oak hat seit mehr als 1.000 Jahren unzählige Geschichten, Gedichte, Gemälde und Menschen inspiriert – und war dabei selbst voller Leben und ein Zuhause für eine enorme Vielfalt an Wildtieren.“

Sie fügte hinzu: „Ich hoffe, alle, die die Major Oak oder einen anderen uralten Baum inspiriert hat, wenden sich an ihre Abgeordneten und fordern besseren gesetzlichen Schutz für diese ikonischen und lebenswichtigen Elemente unserer nationalen Landschaft.“

Dieses von A24 veröffentlichte Bild zeigt Hugh Jackman in einer Szene aus „The Death of Robin Hood“.
Dieses von A24 veröffentlichte Bild zeigt Hugh Jackman in einer Szene aus „The Death of Robin Hood“. Credit: A24 via AP

Die Faszination für die Legende von Robin Hood lässt jedoch nicht nach. Filmstar Hugh Jackman spielt den Volkshelden im hohen Alter in einer düsteren Adaption der Ballade „Robin Hood's Death“ aus dem 17. Jahrhundert.

Der Film mit dem Titel The Death of Robin Hood stammt von Regisseur Michael Sarnoski und startet in den Vereinigten Staaten am 19. Juni bei A24.

Die Bezeichnung Major Oak geht auf ein Buch des Offiziers Hayman Rooke über Eichen aus dem Jahr 1790 zurück. Es machte den Baum bekannt und brachte die erste Welle von Anhängerinnen und Anhängern in den Wald. Jenseits der Folklore lieferten die Eichen des Sherwood Forest Holz für die Schiffe der Royal Navy von Vizeadmiral Horatio Nelson und für das Dach der St Paul's Cathedral.

„Die Major Oak wird weiterhin im Herzen des Sherwood Forest als natürliches Denkmal stehen, das Besucherinnen und Besucher besichtigen können. Sie lebt in der Legende von Robin Hood weiter und wird dem Ökosystem des Waldes im Tod ebenso viel Unterstützung geben wie zu Lebzeiten“, sagt Hollie Drake von der RSPB.

Setzlinge der Eiche wurden zudem in aller Welt gepflanzt.

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