Charli XCX veröffentlicht ihr mit Spannung erwartetes neues Album, Ausstellungen zu Lucian Freud und M. C. Escher beflügeln die Fantasie.
Der Brat Summer ist zwar längst vorbei, aber steht uns nun ein 'Music, Fashion, Film'-Sommer bevor?
Klingt zugegeben nicht ganz so eingängig. Doch Charli XCX veröffentlicht an diesem Freitag ihr heiß ersehntes neues Album – der Hype dürfte vorprogrammiert sein.
Wer damit nichts anfangen kann, findet zahlreiche Ausstellungen, in die man sich vertiefen kann – darunter Lucian Freud im Louisiana Museum und M. C. Escher im Somerset House. Eine Empfehlung gilt auch der Ausstellung Gaudí–Miró–Gomis: Deconstructed in Barcelonas Casa Batlló, über die Euronews-Culture-Journalist Theo Farrant kürzlich berichtet hat.
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Ausstellungen
Lucian Freud
Wann: Bis 27. September 2026
Wo: Louisiana Museum of Modern Art (Humlebæk, Dänemark)
Lucian Freud gehörte zu den bekanntesten figurativen Malern des 20. Jahrhunderts. In seinen intimen Porträts hielt er die feinen Linien und die brüchigen Oberflächen menschlicher Existenz fest. Dänemarks Louisiana Museum (Quelle auf Englisch) zeigt seine zeichnerische Meisterschaft in allen Medien – von der Feder bis zur Kohle – und stellt sie seinen Ölgemälden gegenüber. So entsteht ein spannender Blick auf Freuds Karriere und seine konsequente Hinwendung zu Figuren, die er mit emotionaler Wahrhaftigkeit darstellt.
M.C. Escher. The Exhibition
Wann: Bis 6. September 2026
Wo: Somerset House (London, UK)
Berühmt wurde Maurits Cornelis Escher (M. C. Escher) erst spät im Leben. Der niederländische Künstler, der atemberaubende, von der Mathematik inspirierte optische Illusionen schuf, war 50, als er breite Anerkennung fand, und 70, als 1968 seine erste Retrospektive angekündigt wurde. Seitdem sorgen Eschers einzigartige Bildkonstruktionen immer wieder für Staunen und versetzen Betrachterinnen und Betrachter in rätselhafte, paradoxe Welten. Mehr als 150 Arbeiten sind derzeit im Londoner Somerset House (Quelle auf Englisch) zu sehen.
Bonus-Tipp: Einen Blick auf das letzte Kapitel im Schaffen von Henri Matisse bietet das Pariser Grand Palais (Quelle auf Englisch). Aber Eile ist geboten: Die Schau 'Matisse, 1941–1954' endet am 26. Juli.
Filme
Jana Nayagan
Wo: Kinos
Wann: 24. Juli
Ein hochenergetischer Politthriller über einen Ex-Polizisten, der soziale Missstände bekämpfen und die Macht zurück in die Hände der Bevölkerung legen will. Jana Nayagan zeigt Joseph Vijay, den Ministerpräsidenten des indischen Bundesstaates Tamil Nadu und einen der größten Filmstars des Landes, angeblich in seiner letzten Rolle. Der Film ist eine chaotische, teils recht verschachtelte Explosion kollidierender Ideologien, die auf korrupte politische Führung zielt. Zugleich sorgt der Film bereits für Kontroversen, denn Zensurstreitigkeiten haben seinen Kinostart erheblich verzögert.
Bonus-Tipp: Für eine ganz andere Stimmung sorgt 72 Hours, in dem Kevin Hart einen Manager auf einem dreitägigen Exzess mit einer Gruppe Mittzwanziger spielt. Der Film ist ab 24. Juli bei Netflix zu sehen.
Serien
Stuart Fails to Save the Universe
Wo: HBO Max
Wann: 23. Juli
Auch wenn Autorin oder Autor dieses Überblicks das Phänomen nicht ganz nachvollziehen kann, gehört The Big Bang Theory weiterhin zu den beliebtesten amerikanischen Sitcoms aller Zeiten. Nach zwölf Staffeln hat die Serie drei Ableger hervorgebracht: Young Sheldon, Georgie & Mandy's First Marriage und nun Stuart Fails to Save the Universe. Diesmal steht Kevin Sussman im Mittelpunkt: Er spielt den Besitzer eines Comicladens, der plötzlich dafür verantwortlich ist, das gesamte Universum zu retten – gemeinsam mit seiner Freundin Denise (Lauren Lapkus) und den nerdigen besten Freunden Bert (Brian Posehn) und Barry (John Ross Bowie). Trotz des grellen Nerd-Faktors ist die Serie gemütliches Wohlfühlfernsehen, bei dem man den Kopf getrost ausschalten kann.
Bonus-Tipp: Staffel zwei des Western-Dramas Random Canyon läuft ab 23. Juli bei Netflix.
Musik
Charli XCX: Music, Fashion, Film
Wann: 24. Juli
Charli XCX ist längst nicht mehr nur eine Pop-Prinzessin, sondern die Pop-Prinzessin; eine Ikone des Zeitgeists für alle, die zugleich verführerisch, verletzlich und kulturell auf der Höhe sind. Nachdem der Brat Summer die Welt in Schleimgrün getaucht hat, wandte sich die britische Sängerin dem Kino zu – sie lieferte unter anderem den Soundtrack zu Wuthering Heights und trat in mehreren Indie-Produktionen auf. Diese Verbindung der kreativen Welten bildet die Grundlage ihres neuen Albums, treffend betitelt 'Music, Fashion, Film'. Auf dem markanten Cover posieren Schwergewichte aus allen drei Bereichen (John Cale, Marc Jacobs und Martin Scorsese). Das Album markiert einen Übergang von ihren bisherigen Club-Rat-Vibes hin zu einem Werk, das Kunst, Ruhm und die Suche nach einer neuen Stimme in der Post-Brat-Ära auslotet.
Bonus-Tipp: Reality Awaits, das siebte Studioalbum der Strokes, erscheint am 24. Juli.