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UNHCR-Chef zu Euronews: Millionen Vertriebene durch Iran-Krieg

Barham Salih, UN-Hochkommissar für Flüchtlinge
Barham Salih, UN-Hochkommissar für Flüchtlinge Copyright  Euronews
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Von Méabh Mc Mahon & Aida Sanchez Alonso
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Die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung in der Region seien "tiefgreifend" und stellten eine "schreckliche humanitäre Herausforderung" dar, sagte der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks, Barham Salih, in der Euronews-Morgensendung Europe Today.

Der Iran-Krieg habe "tiefgreifende" Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung in der Region. Das sagte der Leiter des UN-Flüchtlingshilfswerks, Barham Salih, im Gespräch mit Euronews.

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Die Lage sei "sehr schlimm". Im Libanon seien mehr als eine Million Menschen vertrieben worden, so der UN-Vertreter. Im Iran seien ebenfalls zahlreiche Menschen vertrieben worden.

"Die Region kann sich diese Zyklen der Gewalt nicht leisten", sagte Salih. "Es stehen Menschenleben auf dem Spiel." Der Nahe Osten brauche dringend Frieden.

Der Krieg sei eine "schreckliche humanitäre Herausforderung" und wirke "höchst destabilisierend" auf die gesamte Region.

Besonders angespannt ist die Lage im Libanon. Dort geht das israelische Militär weiter gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah vor. Das Land hatte bereits zuvor die höchste Pro-Kopf-Flüchtlingszahl weltweit.

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks leben im Libanon rund 1,3 Millionen syrische Flüchtlinge. Hinzu kommen kleinere Gruppen aus dem Irak, dem Sudan und anderen Ländern. Nur etwa 130.000 Menschen sind bislang nach Syrien zurückgekehrt.

Diese Rückkehr sei jedoch nicht freiwillig, betonte Salih, sondern erfolge unter widrigen Bedingungen.

Zeitgleich eskaliert der Konflikt im Nahen Osten weiter. Die meisten Menschen werden innerhalb der betroffenen Länder vertrieben. Größere Fluchtbewegungen über Grenzen hinweg beobachten die Vereinten Nationen bislang nicht.

Hoffnung setzt Salih auf mögliche Vermittlungsversuche Pakistans. Das Land hatte angeboten, Gespräche zwischen den USA und dem Iran zu unterstützen. "Hoffen wir, dass das zu einem greifbaren Friedensabkommen führt", sagte Salih.

Ziel müsse ein dauerhafter Frieden sein, der neue Eskalationen verhindert. Unterdessen warnte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot Israel vor einem Militäreinsatz im Südlibanon.

Israel hatte zuvor angekündigt, Teile des Südlibanon bis zum Litani-Fluss unter seine militärische Kontrolle bringen zu wollen. Ziel ist eine Pufferzone gegen die Hisbollah.

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