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Norwegens Außenminister weist Trumps Kritik zurück: "NATO ist kein Angriffsbündnis"

Norwegens Außenminister Espen Barth Eide im Gespräch mit Euronews-Korrespondentin Maria Tadeo
Norwegens Außenminister Espen Barth Eide im Gespräch mit Euronews-Korrespondentin Maria Tadeo Copyright  Euronews
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Von Aida Sanchez Alonso
Zuerst veröffentlicht am
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Norwegens Außenminister Espen Barth Eide betont, dass Europa in der Straße von Hormus "seinen Beitrag" leiste. Die NATO sei aber kein Angriffsbündnis. Die Bereitschaft der Mitglieder, sich am Iran-Krieg zu beteiligen, sei "sehr begrenzt".

Norwegen hat sich gegen die Kritik von US-Präsident Donald Trump gewehrt, der die europäische Unterstützung im Konflikt mit dem Iran als "null" bezeichnete.

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"Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis. Sie ist kein Angriffsbündnis", sagte Norwegens Außenminister Espen Barth Eide in der Morgensendung Europe Today von Euronews.

Er bekräftigte, die NATO-Mitglieder konzentrierten sich darauf, wichtige globale Handelsrouten zu schützen, einschließlich der Offenhaltung der Straße von Hormus. "Die NATO-Länder tun etwas, aber nicht als Konfliktpartei", fügte er hinzu.

Trump hat die NATO-Verbündeten wiederholt dafür kritisiert, dass sie die USA im Iran-Konflikt nicht unterstützen. Bei einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte Anfang des Monats im Weißen Haus sprach er das Thema erneut an.

Eide wies darauf hin, dass es innerhalb des Bündnisses weder eine Vorbereitung noch einen Konsens gegeben habe. Daher sei die Bereitschaft der Mitgliedstaaten, sich an einem Krieg zu beteiligen, "sehr begrenzt".

Er sagte, sowohl die USA als auch der Iran hätten zwar Gründe, den Konflikt zu beenden, aber "die Seiten sind weit auseinander", und die Verhandlungen würden durch gegensätzliche Forderungen behindert.

Am Montag hatte Trump erklärt, die Vereinigten Staaten würden ihre Blockade der iranischen Häfen aufrechterhalten, bis Teheran einem Friedensabkommen zustimme.

Dennoch wies Eide auf Anzeichen für "einige Fortschritte" hin und verwies auf die weitreichenden globalen Auswirkungen des Konflikts. "Dies ist nicht nur ein Problem für die beiden Seiten, sondern es betrifft die gesamte Weltwirtschaft."

Zweistaatenlösung für Israel und Palästina "einzige praktikable Lösung"

Mit Blick auf die europäischen diplomatischen Bemühungen um die Gründung eines palästinensischen Staates bekräftigte Eide seine Unterstützung für eine Zweistaatenlösung auf der Grundlage der seit langem geltenden Grundsätze der Vereinten Nationen. Er räumte jedoch ein, dass ein solches Ergebnis "nicht in greifbarer Nähe" liege.

Eide fügte hinzu, dass eine Zweistaatenlösung auch im Interesse Israels liege und bezeichnete sie als "die einzige praktikable Lösung für echten Frieden in einer sehr unruhigen Region".

Norwegen hat zusammen mit Spanien und Irland den Staat Palästina im Jahr 2024 anerkannt.

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