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Türkischer Handelsminister: "NATO ist nicht verpflichtet, die Meerenge wieder zu öffnen"

Ömer Bolat, Türkischer Minister für Handel
Ömer Bolat, Türkischer Minister für Handel Copyright  ASSOCIATED PRESS
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Von Shona Murray
Zuerst veröffentlicht am
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US-Präsident Donald Trump setzt die NATO bei der Straße von Hormus unter Zeitdruck. Doch die Türkei macht klar: Das Bündnis ist nicht verpflichtet, im Konflikt mit dem Iran einzugreifen.

Die NATO-Verbündeten seien nicht "verpflichtet", die Vereinigten Staaten und Israel in einem Krieg gegen den Iran zu unterstützen, sagte der türkische Handelsminister Ömer Bolat im Gespräch mit "Europe Today" von Euronews.

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US-Präsident Donald Trump hat NATO-Generalsekretär Mark Rutte in Washington D.C. ein Ultimatum gestellt. Er forderte die Verbündeten auf, innerhalb weniger Tage eine Lösung für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu finden.

Rutte hält sich zu einer Reihe von Gesprächen in Washington auf. Geplant sind unter anderem ein nicht öffentliches Treffen mit dem US-Präsidenten sowie Gespräche mit Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth.

Trotz eines vorläufigen Waffenstillstands, der am Dienstagabend vereinbart wurde, um den Schiffsverkehr wieder in Gang zu bringen, konnte bislang nur eine begrenzte Zahl von Schiffen die Meerenge passieren.

Eine Koalition aus rund 40 Staaten - überwiegend NATO-Mitglieder, aber auch Japan, Südkorea und Australien - arbeitet an einer Strategie, um die Wasserstraße nach dem Ende der Feindseligkeiten zu sichern.

Trump drängt jedoch auf eine sofortige Lösung, notfalls auch unter Einsatz militärischer Mittel und von Seestreitkräften.

"Die Präsenz der NATO dient in erster Linie der Abschreckung, um Frieden und Sicherheit auf dem europäischen Kontinent, aber auch weltweit, zu gewährleisten", sagte Bolat.

Auf die Frage, ob die NATO-Staaten das Recht hätten, Trump daran zu erinnern, dass das Bündnis defensiv ausgerichtet sei und nicht an der Planung des Konflikts beteiligt gewesen sei, antwortete Bolat: "Ja."

Die NATO-Mitglieder haben die ursprünglichen Forderungen der USA zurückgewiesen, die Militäraktion gegen den Iran zu unterstützen. Sie verwiesen darauf, dass sie vor den Angriffen nicht konsultiert worden seien.

Zugleich bekräftigten sie das Verteidigungsmandat des Bündnisses und wiesen Behauptungen aus dem Weißen Haus zurück, wonach sie verpflichtet seien, an der Seite der USA zu intervenieren.

Das vollständige Interview ist bei Euronews und auf allen sozialen Plattformen zu sehen. "Europe Today" läuft montags bis freitags um 8 Uhr.

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