Ein deutscher Urlauber aus Bayern ist während einer Vorführung in einem Hotel in Hurghada von einer Schlange ins Bein gebissen worden. Laut Polizei zeigte er deutliche Vergiftungserscheinungen, musste reanimiert werden und starb wenig später im Krankenhaus.
Es war Teil des Unterhaltungsprogramms der Hotelanlage: Die dreiköpfige Familie aus dem Unterallgäu hatte in der Ferienregion Hurghada an einer Schlangenbeschwörer-Vorführung teilgenommen.
Bei der Show wurden offenbar Kobras eingesetzt, die unter anderem Gästen aus dem Publikum um den Hals gelegt wurden.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler kroch eine der beiden Schlangen in die Hose des deutschen Urlaubers und biss ihn ins Bein.
Wie die Kriminalpolizeiinspektion im bayrischen Memmingen mitteilte, zeigte der 57-Jährige danach deutliche Vergiftungserscheinungen und musste umgehend reanimiert werden. Er wurde in ein örtliches Krankenhaus gebracht, wo er später starb.
Die Kriminalpolizeiinspektion Memmingen ermittelt unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Memmingen zu den genauen Todesumständen.
Nach Angaben eines Polizeisprechers richten sich die Ermittlungen zu den Todesumständen derzeit nicht konkret gegen den Schlangenbeschwörer, sondern werden weiterhin offen geführt. Die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchungen stehen noch aus.
Auch die zuständigen Behörden in Ägypten sind in die Untersuchungen eingebunden.