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Deeskalationsversuch: Italiens Außenminister Tajani spricht mit Irans Araghchi

Der italienische Außenminister Antonio Tajani
Der italienische Außenminister Antonio Tajani Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Fortunato Pinto
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In einem Telefonat mit dem iranischen Außenminister bekräftigte Italiens Chefdiplomat Tajani die Ablehnung von Teherans Atomprogramm und warnte, eine anhaltende Blockade der Straße von Hormus gefährde die weltweite Lebensmittelversorgung.

Am Samstagabend hat der italienische Außenminister Antonio Tajani mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghchi telefoniert. Thema waren die Lage im Nahen Osten und die jüngsten Entwicklungen im Krieg der USA und Israels gegen den Iran.

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Tajani brachte dabei die große Sorge der Regierung in Rom über die wachsenden Spannungen in der Region zum Ausdruck, heißt es in einer offiziellen Mitteilung. Er betonte, dass jede weitere Eskalation verhindert werden müsse.

Tajani bekräftigte demnach, wie dringlich eine Einigung mit den USA über eine Waffenruhe und die Wiederöffnung der Straße von Hormus sei. So ließen sich negative Folgen für die Ernährungssicherheit und die Stabilität in Afrika abmildern. Diese Punkte hatte Tajani bereits in seinem Telefongespräch mit US-Außenminister Rubio am vierundzwanzigsten April angesprochen, hieß es in der Mitteilung weiter.

Rubio wird in der kommenden Woche in Rom erwartet. Für Donnerstag und Freitag sind Gespräche mit Papst Leo XIV. sowie mit den Ministern Tajani und Verteidigungsminister Guido Crosetto geplant. Es gilt als Zeichen der Entspannung zwischen den USA, der Regierung in Rom und dem Vatikan.

Tajani: Militärisches Atomprogramm des Iran ist rote Linie

Tajani erinnerte nach Angaben aus Diplomatenkreisen daran, dass der Aufbau eines militärischen Atomprogramms durch den Iran für Italien eine rote Linie darstelle. Er könne ein gefährliches nukleares Wettrüsten in der gesamten Nahost-Region auslösen, mit gravierenden Folgen für die internationale Sicherheit.

Im Gespräch ging es auch um die Lage im Libanon. Beide Seiten unterstrichen, dass ein dauerhafter Waffenstillstand Vorrang haben müsse.

Der Iran müsse seinen Einfluss auf die Hisbollah nutzen, damit diese ihre Angriffe auf Israel umgehend einstelle und zu einem stabilen, von allen getragenen Frieden beitrage, erklärte das italienische Außenministerium.

Tajani habe zudem das Engagement Italiens bekräftigt, die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft um Frieden, Sicherheit und Stabilität im Nahen Osten zu unterstützen und sich aktiv daran zu beteiligen. Die diplomatischen Kanäle zu allen Partnern in der Region sollten offen bleiben.

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