Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Lettischer Verteidigungsminister tritt nach jüngsten Drohnenangriffen auf Öleinrichtungen zurück

Der lettische Verteidigungsminister Andris Spruds am Donnerstag, den 7. März 2024, im nationalen Verteidigungshauptquartier in Ottawa.
Der lettische Verteidigungsminister Andris Spruds am Donnerstag, den 7. März 2024, im nationalen Verteidigungshauptquartier in Ottawa. Copyright  Sean Kilpatrick/The Canadian Press via AP
Copyright Sean Kilpatrick/The Canadian Press via AP
Von Emma De Ruiter
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar 2022 sind mehrere Drohnen aus Russland und der Ukraine in den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen abgestürzt.

Der lettische Verteidigungsminister Andris Spruds ist am Sonntag zurückgetreten, nachdem zwei ukrainische Drohnen in den Luftraum des baltischen Landes eingedrungen waren.

WERBUNG
WERBUNG

Die lettische Premierministerin Evika Silina hatte Spruds zuvor zum Rücktritt aufgefordert und auf X geschrieben, er habe "ihr Vertrauen und das der Öffentlichkeit verloren".

Silina erklärte, die Luftabwehrsysteme seien nicht schnell genug eingesetzt worden, um den Vorfall vom Donnerstag zu verhindern.

"Der Drohnenvorfall in dieser Woche hat deutlich gezeigt, dass die politische Führung des Verteidigungssektors ihr Versprechen eines sicheren Luftraums über unserem Land nicht erfüllt hat", schrieb Silina.

"Das ist eine enorme Verantwortung, die klare Ergebnisse verlangt", fügte sie hinzu. Zugleich verwies sie auf die Rolle Lettlands als eines der NATO-Länder mit den gemessen am BIP höchsten Verteidigungsausgaben - fast fünf Prozent der Wirtschaftsleistung fließen in die Verteidigung.

Am Donnerstag hatten zwei Drohnen die russische Grenze nach Lettland überquert. In einem Öllager brach kurzzeitig ein Feuer aus, das laut nationaler Polizei von der Feuerwehr rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha erklärte, die Drohnen seien infolge "russischer elektronischer Kriegsführung" nach Lettland geraten. Lettland und Litauen forderten die NATO daraufhin auf, ihre Luftabwehr zu verstärken.

"Solange die russische Aggression gegen die Ukraine anhält, ist es möglich, dass sich solche Vorfälle wiederholen, wenn ein ausländisches unbemanntes Flugzeug in den lettischen Luftraum eindringt oder sich ihm nähert", erklärte die lettische Armee nach dem Vorfall.

Oberst Raivis Melnis soll nun das Amt des Verteidigungsministers übernehmen, erklärte Silina.

Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 sind in den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen mehrfach Drohnen aus Russland und der Ukraine abgestürzt.

Weitere Quellen • AFP

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Brand in einem Öllager: Zwei russische Drohnen stürzen in Lettland ab

Ukrainische Drohnen über Estland und Lettland abgestürzt: Kraftwerk beschädigt, keine Verletzten

Britischer Premier Starmer will "Großbritannien ins Zentrum Europas rücken"