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Waldbrände außer Kontrolle? So funktioniert die europäische Notfallhilfe

APTOPIX Frankreich: Waldbrände
APTOPIX Frankreich: Waldbrände Copyright  AP Photo
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Von Evi Kiorri
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die EU schickt sieben Flugzeuge und vier Hubschrauber nach Frankreich, weitere Kräfte nach Spanien. So funktioniert das Krisensystem, das Europas Staaten bei Waldbränden unterstützen soll.

Während in Frankreich, Spanien, Griechenland und Italien großflächige Waldbrände wüten, fährt die Europäische Union ihre bislang größte Hilfe zur Brandbekämpfung hoch. Frankreich hat das EU-Katastrophenschutzverfahren aktiviert. Die EU entsendet sieben Löschflugzeuge und vier Hubschrauber nach Frankreich sowie sechs Flugzeuge, 134 Einsatzkräfte und 41 Fahrzeuge nach Spanien.

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Die Hilfe folgt einem mehrstufigen System. Das EU-Koordinierungszentrum für Notfallhilfe in Brüssel bringt rund um die Uhr Hilfegesuche betroffener Staaten mit Unterstützungsangeboten anderer Mitgliedsländer zusammen.

Dahinter steht das Programm "rescEU", die gemeinsame Reserve der EU für Katastrophenfälle. Ihre Löschflugzeuge kommen zum Einsatz, wenn die nationalen Kapazitäten eines Landes nicht mehr ausreichen.

Für 2026 hat die EU 777 Feuerwehrleute aus 14 Ländern vorsorglich in besonders gefährdeten Regionen stationiert. Zudem hält sie 22 Flugzeuge und fünf Hubschrauber bereit. Unterstützt wird der Einsatz durch einen neuen Stützpunkt für die Waldbrandbekämpfung auf Zypern.

Parallel investiert die EU rund 600 Millionen Euro in zwölf dauerhafte rescEU-Löschflugzeuge. Der Satellitendienst Copernicus kartiert Brandgebiete in Echtzeit, während das Europäische Waldbrandinformationssystem EFFIS die Gefahrenlage bis zu zehn Tage im Voraus einschätzt.

Brüssel verweist jedoch auch auf die Grenzen dieser Unterstützung. Wenn sich bei extremer Hitze eine Feuerfront über viele Kilometer ausbreitet, können Löschflugzeuge die Flammen eindämmen – sie aber nicht vollständig löschen.

Deshalb setzt die EU-Kommission in ihrer Strategie vom März 2026 verstärkt auf Prävention: bessere Flächennutzung, Brandschutzstreifen und Frühwarnsysteme sollen Waldbrände möglichst verhindern oder ihre Ausbreitung begrenzen. Die Brandbekämpfung aus der Luft und am Boden bleibt dabei ein wichtiger Teil des Systems – aber nicht der einzige.

Möchten Sie wissen, wie ein bestimmtes EU-Instrument funktioniert? Fragen Sie den Euronews-KI-Chatbot!

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