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Feuer außer Kontrolle: Zwei Tote bei Hubschrauber-Kollision über Westattika

Löschhubschrauber wirft Wasser über Großbrand in Westattika
Löschhubschrauber wirft Wasser auf Großbrand in Westattika Copyright  AP Photo/Michael Varaklas
Copyright AP Photo/Michael Varaklas
Von Konstantinos Tsellos & Euronews mit ΑΠΕ ΜΠΕ
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Zwei Menschen sind bei der Kollision von Löschhubschraubern über Westattika ums Leben gekommen. Gleichzeitig kämpfen Hunderte Einsatzkräfte gegen einen Waldbrand, der sich über mehr als 111 Quadratkilometer ausgebreitet hat.

Die Feuerwehrleute kämpfen weiter gegen den Großbrand in Westattika. Der Einsatz steht unter dem Eindruck eines tragischen Unglücks vom Sonntag: Zwei Löschhubschrauber vom Typ Bell kollidierten bei der Brandbekämpfung über der Region Psatha.

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Bei dem Zusammenstoß kamen zwei Besatzungsmitglieder eines Hubschraubers ums Leben – ein dänischer und ein griechischer Staatsbürger. Die beiden Insassen des anderen Hubschraubers, ein Brite und ein Grieche, wurden gerettet und leicht verletzt.

Nach Angaben des Ministeriums für Bürgerschutz hat die griechische Polizei nach Information der zuständigen Staatsanwaltschaft die Vorermittlungen zu den Umständen und Ursachen des Unglücks übernommen. Der Unfallort wurde abgesperrt und wird von Polizeikräften bewacht.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigte sich tief betroffen. In einer Nachricht auf der Plattform "X" erklärte sie, Europa stehe an der Seite Griechenlands und Dänemarks und würdige jene, die im Dienst ihr Leben ließen. "Es braucht besonderen Mut, direkt in die Flammen zu fliegen, damit andere in Sicherheit sind", schrieb sie.

Auch Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis äußerte seine Trauer. "Der Tod des griechischen Koordinators und des dänischen Piloten, die beim Einsatz gegen den Großbrand von Porto Germeno ums Leben kamen, erfüllt uns alle mit Schmerz. Mein aufrichtiges Beileid gilt ihren Familien", erklärte der Regierungschef.

Feuerwehr zieht Brandschutzstreifen

Die Bodentruppen der Feuerwehr waren die ganze Nacht im Einsatz. Mit schwerem Gerät legten sie Brandschutzstreifen an und versuchten, die weitere Ausbreitung des Feuers zu stoppen.

Nach Angaben der Feuerwehr konzentrieren sich die Löscharbeiten auf zwei Schwerpunkte: Agios Nektarios und Kandili Megaron. Um 3.24 Uhr verschickte der Notfalldienst 112 eine weitere Warnmeldung. Menschen in den Gebieten Skepi, Kandili und Botsika wurden aufgefordert, sich in Richtung Nea Peramos in Sicherheit zu bringen.

Laut Satellitendaten, die das Team des Nationalen Observatoriums Athen, Meteo.gr, ausgewertet hat, liegen die wichtigsten aktiven Brandherde in Westattika in zwei Zonen.

Die erste Zone befindet sich östlich und südöstlich des bereits betroffenen Gebiets rund um Porto Germeno und Psatha am Kithairon-Gebirge. Die zweite und deutlich größere Zone liegt weiter südlich in der Bergregion des Patéras-Gebirges, nordöstlich der Stadt Megara. Dort wurde die höchste Konzentration aktiver Wärmequellen registriert.

Orange zeigt die in den vergangenen Tagen verbrannten Flächen, Gelb die aktiven Brandherde – Blau und Grün markieren die verbrannten Gebiete der vergangenen zwei Monate.
Orange zeigt die in den vergangenen Tagen verbrannten Flächen, Gelb die aktiven Brandherde – Blau und Grün markieren die verbrannten Gebiete der vergangenen zwei Monate. Meteo.gr

Neuere Satellitendaten des Nationalen Observatoriums Athen zeigen, dass die große Waldbrandfront in Westattika auch am Montagmorgen weiter aktiv war. In der gesamten Region wurden zahlreiche Brandherde festgestellt.

450 Feuerwehrleute mit 126 Fahrzeugen und 22 Fußtrupps kämpfen gemeinsam mit Freiwilligen und zahlreichen Tanklöschfahrzeugen gegen die Flammen. Mit dem ersten Tageslicht nahmen auch die Luftkräfte ihre Einsätze wieder auf. Derzeit stehen fünf Flugzeuge und fünf Hubschrauber für die Brandbekämpfung aus der Luft bereit. Die Feuerwehr kündigte weitere Verstärkung an.

Zusätzlich unterstützt die Einheit "Deukalion" den Einsatz. Die Regionen Attika und Mittelgriechenland stellen Tankwagen und Baumaschinen bereit. Weitere Fahrzeuge der Bau- und Katastrophenschutzbehörde schaffen in Abstimmung mit dem Forstdienst neue Brandschutzstreifen.

Kräfte der Polizei ELAS und des Rettungsdienstes EKAV bleiben im gesamten Brandgebiet im Einsatz. Zusätzliche Busse der Feuerwehr und der Streitkräfte stehen bereit, um bei Bedarf die Evakuierung von Anwohnerinnen und Anwohnern zu unterstützen.

Die Einsatzleitung koordiniert alle Kräfte vom mobilen Operationszentrum "OLYMPOS" aus.

Mehr als 111.000 Stremmata betroffen

Das Feuer war am Freitag, 31. Juli 2026, in der Region Voiotia ausgebrochen und anschließend auf Westattika übergegriffen. Es zerstörte große Waldflächen und verursachte Schäden an Häusern und anderem Eigentum.

Bis Sonntagmittag umfasste die von den Waldbränden in Attika und Voiotia betroffene Fläche nach der Auswertung von Copernicus-EMS-Satellitendaten durch Meteo.gr mehr als 111.000 Stremmata. Das entspricht rund 11.100 Hektar oder 111 Quadratkilometern.

Rund 30.900 Stremmata entfielen auf den Brand in Voiotia, etwa 80.800 Stremmata auf das Feuer bei Porto Germeno in Attika.

Satellitendaten des Satelliten Sentinel-2 über der Region Voiotia und Attika
Satellitendaten des Satelliten Sentinel-2 über der Region Voiotia und Attika Meteo.gr

Weiter sehr hohe Brandgefahr

Auch für Montag prognostizieren die Behörden ein sehr hohes Waldbrandrisiko der Stufe 4 für Attika, Voiotia und Euböa. Grundlage ist die Karte zur Vorhersage der Brandgefahr des Generalsekretariats für Zivilschutz im Ministerium für Klimakrise und Zivilschutz.

Die Feuerwehrdienste im ganzen Land bleiben in erhöhter Alarmbereitschaft, um die zahlreichen Einsätze unter den aktuellen Wetterbedingungen bewältigen zu können.

Der stellvertretende Minister für Klimakrise und Zivilschutz, Kostas Katsafados, der für staatliche Unterstützung zuständig ist, will zudem eine Reihe von Besprechungen und Koordinierungsmaßnahmen in den von den jüngsten Bränden betroffenen Gebieten beginnen.

Ziel ist es, die Arbeit aller beteiligten Stellen abzustimmen, Schäden schnell zu erfassen und Hilfen für betroffene Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen rasch zu aktivieren. Parallel dazu werden Teams der zuständigen Behörde GDAEFK in die betroffenen Regionen entsandt, um Schäden vor Ort zu begutachten.

Um 11.00 Uhr will Katsafados im Rathaus von Efpalio in Fokida mit dem Vizegouverneur, dem Koordinator für staatliche Unterstützung, Vertretern der Kommunalverwaltung sowie zuständigen Behörden und Diensten zusammentreffen.

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