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ISS: Astronautin Sophie Adenot wird erste Französin auf Spacewalk

Die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot am Freitag, den 13. Februar 2026.
Sophie Adenot, französische ESA-Astronautin, am Freitag, 13. Februar 2026. Copyright  AP Photo/John Raoux
Copyright AP Photo/John Raoux
Von Nathan Joubioux
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Sophie Adenot wird die zweite Europäerin und erste Französin, die einen Spacewalk außerhalb der Internationalen Raumstation ISS durchführt.

Sophie Adenot steht kurz davor, ein neues Kapitel der französischen Raumfahrtgeschichte zu schreiben. Vor sechs Monaten ist sie zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Damit wurde die Luft- und Raumfahrtingenieurin nach Claudie Haigneré die zweite Französin an Bord der Station.

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An diesem Dienstag, 18. August, steht nun ihr erster Außeneinsatz an, im Fachjargon "extravehikulärer Einsatz" oder "Spacewalk" genannt – ein Arbeitseinsatz außerhalb der ISS. "Ich bin bereit“, schrieb sie dazu auf X.

An der Seite des US-Amerikaners Anil Menon wird Sophie Adenot zur zweiten Europäerin, die einen solchen Einsatz absolviert, nach der Italienerin Samantha Cristoforetti im Jahr 2022. Vor allem aber ist sie die erste Französin, der man eine derartige Mission anvertraut.

Sechseinhalb Stunden Einsatz

Die 24-jährige Astronautin soll ihren Außeneinsatz um 14.35 Uhr MESZ beginnen. Der Einsatz dauert voraussichtlich sechseinhalb Stunden. In dieser Zeit ersetzen die beiden die Space-to-Ground-Antenne, kurz SGANT. Diese Anlage ist „entscheidend für die Übertragung von Hochgeschwindigkeitsdaten und für die Kommunikation zwischen der Raumstation und den Kontrollzentren am Boden“, erläutert die Nasa auf ihrer Website .

Zunächst bauen sie die alte Antenne ab. Danach holen sie die neue Einheit und montieren sie an der Struktur. Anschließend stellen sie die elektrischen Verbindungen her, die für das einwandfreie Funktionieren des Systems nötig sind.

Die US-Raumfahrtbehörde erläutert, dass Sophie Adenot und Anil Menon über ein Stahlseil mit der ISS verbunden sind. Trotzdem müssen sie sich immer wieder aushaken und weiter entfernt wieder einhaken, um voranzukommen. Bei einer Fehlbewegung können sie zudem den "Rettungsantrieb" nutzen, ein autonomes, mit komprimiertem Stickstoff betriebenes Antriebssystem, das sie zur Internationalen Raumstation zurückbringt.

Nach Angaben der Nasa tragen beide in ihren Raumanzügen jeweils einen Liter Wasser und Sauerstoffvorräte bei sich – genug für rund zehn Stunden.

Teamarbeit

In den vergangenen Tagen haben Sophie Adenot und Anil Menon diesen Außeneinsatz bis ins Detail vorbereitet. "Einsätze im freien Weltraum beginnen nicht erst, wenn die Luke aufgeht", erklärte sie auf X. "Sie fangen viel früher an, mit unzähligen Stunden Vorbereitung: Vorbereitung der Raumanzüge, Laden und Austausch der Batterien, Kontrolle der Sicherungssysteme, Organisation der Ausrüstung, die wir mit nach draußen nehmen, Wartung der SAFER-Antriebe und vieles mehr."

"Auch wenn bei einem Außeneinsatz alle Blicke auf die Astronautinnen und Astronauten gerichtet sind, ist so eine Operation vor allem Teamarbeit", betonte sie bereits bei einer früheren Mission.

Diesmal bleiben die US-Astronautin Jessica Meir und ihr Kollege Jack Hathaway an Bord der ISS und unterstützen das Duo draußen.

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