Die drei Festgenommenen sollen den Polizisten am Sonntag nahe dem Hafen von Ceuta abgepasst und Geld verlangt haben. Als er sich weigerte, sollen sie ihn angegriffen haben.
Die spanische Nationalpolizei hat in der spanischen Exklave Ceuta drei Migranten festgenommen, die in Verdacht stehen, einen Beamten der Guardia Civil angegriffen zu haben. Der Polizist war am frühen Sonntagmorgen außer Dienst unterwegs gewesen.
Der Vorfall ereignete sich gegen vier Uhr dreißig in der Nähe von einer Tankstelle unweit des Hafens der autonomen Stadt, berichten lokale Medien. Die drei Verdächtigen sollen den Beamten angesprochen und versucht haben, ihn dazu zu bringen, ihnen Geld zu geben.
Der Guardia-Civil-Beamte verweigerte das. Die Männer sollen ihn daraufhin mit Schlägen, Tritten und Fausthieben angegriffen haben. Danach flüchteten sie. Der Beamte meldete den Vorfall der Nationalpolizei, die die Fahndung aufnahm.
Polizisten spürten die drei Verdächtigen kurz darauf an verschiedenen Orten in Ceuta auf und brachten sie in Polizeigewahrsam. Nach den bisherigen Informationen ermittelt die Polizei wegen Delikten im Zusammenhang mit einem versuchten Raub unter Gewaltanwendung, und weil die Männer den Anweisungen der Beamten bei ihrer Festnahme nicht folgten.
Ceuta ringt weiter mit den Folgen des jüngsten Massenansturms von Migranten. Tausende Menschen waren Ende Juli innerhalb weniger Tage auf das spanische Territorium gelangt. Ein großer Teil kehrte später nach Marokko zurück, doch mehrere Tausend halten sich weiterhin in der autonomen Stadt auf.