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Freiwilligkeit gescheitert: Bundeswehr verpflichtet offenbar Soldaten für Litauen

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Deutsche Soldaten am 22. Mai 2025 im Zentrum von Vilnius bei der feierlichen Einweihung der Litauen-Brigade
Deutsche Soldaten am 22. Mai 2025 im Zentrum von Vilnius bei der feierlichen Einweihung der Litauen-Brigade Copyright  AP Photo/Mindaugas Kulbis
Copyright AP Photo/Mindaugas Kulbis
Von Johanna Urbancik
Zuerst veröffentlicht am
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Die deutsche Brigade an der NATO-Ostflanke hat weiter erhebliche Personalprobleme. Nach Bild-Informationen sollen deshalb ab Ende September bis zu 1.000 Soldaten für den Einsatz in Litauen verpflichtet werden.

Die Bundeswehr muss bei der Besetzung der deutschen Brigade in Litauen offenbar auf Verpflichtungen zurückgreifen. Nach Informationen der Bild sollen Ende September erste Soldaten dazu verpflichtet werden. Bis zu 1000 Angehörige der Bundeswehr könnten betroffen sein. Grund sind demnach Schwierigkeiten bei der freiwilligen Besetzung der vorgesehenen Stellen. Besonders bei Spezialisten und bestimmten Unterstützungsbereichen fehlen weiterhin Soldaten.

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Bis Ende 2027 soll die Panzerbrigade 45 Brigade auf rund 4.800 deutsche Soldaten anwachsen und dauerhaft an der NATO-Ostflanke in Litauen stationiert sein. Der größte Standort der Brigade ist demnach das circa 30 Kilometer von Belarus Rūdninkai.

Bei der Brigade wurde zuerst auf Freiwilligkeit gesetzt. Nach Angaben der Bild sind bislang jedoch erst etwa 60 Prozent der benötigten Dienstposten freiwillig besetzt. Das Verteidigungsministerium will die Obleute des Verteidigungsausschusses am Montag über das weitere Vorgehen informieren. Für die Betroffenen bedeutet eine Verpflichtung zusätzlichen Vorlauf: Sie müssen informiert werden und haben die Möglichkeit, rechtlich dagegen vorzugehen.

"Möchte Soldaten an meiner Seite haben, die von dem Auftrag überzeugt sind"

Euronews hat zwei Soldaten vom Panzerbataillon 203 während der Übung "Freedom Shield" vergangenen Juni begleitet. Ihr Bataillon wird bis Ende 2027 an die NATO-Ostflanke verlegt. Im Gespräch mit Euronews erklärte der Battailonskommandeur, Oberstleutnant Oliver Kaufmann, dass es im Panzerbataillon 203 "tatsächlich eine sehr hohe Freiwilligen-Quote" gebe.

"Ich kann für mein Bataillon sprechen und die Masse der Soldaten ist bereit, freiwillig mit nach Litauen zu gehen und das ist auch genau das, was ich möchte: ich möchte Soldaten an meiner Seite haben, die von dem Auftrag überzeugt sind und die gemeinsam in dem Team Panzerbataillon 203 diesen verantwortungsvollen Auftrag übernehmen", so Kaufmann.

Oberstleutnant Kaufmann, Korporal Rogi und Oberfeldwebel Kevin in Sennelager, 13.05.2026
Oberstleutnant Kaufmann, Korporal Rogi und Oberfeldwebel Kevin in Sennelager, 13.05.2026 Franziska Müller / Euronews

Bislang konnten rund 60 Prozent der geplanten Brigade mit Freiwilligen besetzt werden, heißt es laut der Bild. Damit fehlen noch etwa 2.000 Soldaten. Bei den bereits in Litauen stationierten Kräften liegt die Besetzungsquote zwar bei 92 Prozent. Dazu gehört vor allem die bereits seit 2017 bestehende multinationale Battlegroup. Das Panzerbataillon 203 und das Panzergrenadierbataillon 122 sollen erst 2027 nach Litauen verlegt werden. Dort würden laut der Recherche derzeit noch rund 40 Prozent des Personals fehlen.

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