Griechenland und Italien unterzeichnen in Rom eine Umsetzungsvereinbarung für den Kauf zweier italienischer FREMM-Fregatten durch Griechenland. Die Schiffe sollen 2028 und 2029 übergeben werden und die griechische Marine stärken.
In zwei Wochen wollen Griechenland und Italien in Rom eine Umsetzungsvereinbarung unterzeichnen. Sie bildet den Startschuss für ein Programm zum Erwerb von zwei italienischen Fregatten des Typs FREMM der Bergamini-Klasse.
Die Unterzeichnung findet in Anwesenheit des griechischen Verteidigungsministers Nikos Dendias, seines italienischen Amtskollegen Guido Crosetto sowie der Marinechefs beider Länder statt.
Die Umsetzungsvereinbarung wird von der Generaldirektion für Verteidigungsmaterial und Investitionen (GDAEE) des griechischen Verteidigungsministeriums und der entsprechenden italienischen Rüstungsdirektion unterzeichnet. Sie konkretisiert das bereits bestehende Memorandum of Understanding (MoU) und die Absichtserklärung über den Erwerb der italienischen FREMM-Fregatten.
Erste Fregatte kommt Anfang 2028
Diese Grundlagenpapiere hatten beide Seiten am 29. September 2025 im italienischen La Spezia bei einem Treffen von Dendias und Crosetto unterzeichnet.
Mit der Umsetzungsvereinbarung legen Griechenland und Italien die rechtlichen, finanziellen und technischen Bedingungen für den Kauf endgültig fest.
Konkret regelt das Abkommen den Wert der zwei Schiffe in ihrem aktuellen Zustand sowie den Zeitplan für ihre Übergabe und Eingliederung in die Flotte der Marine. Die Carlo Bergamini (F-590) soll im ersten Halbjahr 2028 verkauft und übergeben werden, die Virginio Fasan (F-591) im ersten Halbjahr 2029.
Zudem werden auch die anfängliche und anschließende logistische Unterstützung der Schiffe geregelt, um ihre volle Einsatzbereitschaft zu sichern. Ebenfalls thematisiert die Vereinbarung die Beteiligung der heimischen Industrie, insbesondere die Einbindung griechischer Werften bei Wartungsarbeiten und bei der Integration neuer Systeme an Bord.
Der Erwerb der zwei FREMM-Fregatten, mit Option auf weitere Einheiten, fügt sich in den umfassenden Plan zur Stärkung der griechischen Marine ein. Zusammen mit den vier Fregatten des Typs FDI und der Modernisierung der MEKO-Fregatten soll die Flotte mit hochleistungsfähigen Kampfeinheiten ausgebaut werden.