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Geschlagen und gequält: Delfinbaby verendet am Strand von Ceuta - Ermittlung läuft

Screenshot des Videos, das das Delfinbaby außerhalb des Wassers zeigt.
Screenshot des Videos, in dem das Delfinbaby außerhalb des Wassers zu sehen ist Copyright  Instagram: Juanrruiz
Copyright Instagram: Juanrruiz
Von Cristian Caraballo
Zuerst veröffentlicht am
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Eine spanische Umweltschutzorganisation, DAUBMA, hat nach dem Tod eines Delfinbabys am Strand El Trampolín in Ceuta Anzeige bei der Guardia Civil erstattet und Fotos vorgelegt, um die Verantwortlichen zu ermitteln.

Ein junges Delfin, der zu der Gattung Großer Tümmler gehört, ist am Mittwochmittag am Strand El Trampolín in Ceuta nach Angaben von „El Faro de Ceuta“ tot aufgefunden worden. Der spanische Umweltschutzverband hat bei der spanischen Polizei Guardia Civil offiziell Anzeige erstattet und Ermittlungen gefordert, um den Vorfall aufzuklären.

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Nach Darstellung des Verbands erreichte das Tier lebend das Ufer, desorientiert, vermutlich wegen des Nebels an diesem Morgen. Schon an Land, so DAUBMA, sollen mehrere Personen es gewaltsam aus dem Wasser gezogen und mit einem Stock gegen den Kopf geschlagen haben.

Die Organisation gibt an, über Fotos zu verfügen, dazu Videos und Screenshots aus sozialen Netzwerken. Sie zeigen unter anderem Blut unter einem Auge des Tiers und einige der anwesenden Personen, die versuchen, es abzuwischen. Für DAUBMA deutet das auf eine direkte Aggression und auf eine Manipulation des Kadavers hin, die mit einem Rettungsversuch unvereinbar sei. Das gesamte Material liegt der Guardia Civil vor.

Video im Netz: Vorfall bestätigt, Verantwortliche weiter unbekannt

Die Aufnahmen, die zunächst in sozialen Netzwerken kursierten, entstanden im Abschnitt des Strandes, an dem weiterhin die Menschen lagern, die am 30. und 31. Juli in großer Zahl nach Ceuta gekommen sind.

Ein Mitarbeiter der Firma Ecoservicios, eines Reinigungsunternehmens, befand sich in der Nähe, beobachtete die Szene und forderte die Anwesenden auf, ihr Vorgehen zu stoppen und den Umweltdienst zu verständigen.

Nach dieser Aufforderung versuchten sie nach Zeugenaussagen, das Tier wieder ins Meer zu bringen, doch es zeigte keine Lebenszeichen mehr. Bislang hat niemand die mutmaßlichen Täter offiziell identifiziert; genau das soll die Anzeige von DAUBMA bei der Guardia Civil erreichen.

Der Fall sorgt in sozialen Netzwerken für Empörung, und eine Anwohnerin, Nadia García Gómez, hat auf change.org eine Petition gestartet, die die Identifizierung der Verantwortlichen fordert.

García Gómez betont, dass sie keiner Organisation angehört, und spricht sich für ein entschlossenes Vorgehen gegen Tierquälerei aus: „Diesen grausamen Akt muss man strafrechtlich verfolgen und verurteilen“, schreibt sie in dem Text, in dem sie die Behörden auffordert, „etwas dagegen zu unternehmen“. In der Petition wird darauf hingewiesen, dass der Große Tümmler in der EU streng geschützt ist und dass es eine Straftat sein kann, ein Tier zu verletzen oder zu töten.

DAUBMA und CECAM reagieren auf Kritik

Auf die Frage, wo die Tierschutzverbände bleiben, wenn in Ceuta tote Tiere gefunden werden, haben DAUBMA und CECAM erklärt, dass sie sich vor allem darauf konzentrieren, die Fälle zu dokumentieren und an die zuständigen Institutionen weiterzugeben. Zugleich beklagen sie, dass ihre Hinweise kaum Reaktionen auslösen.

Nach eigenen Angaben haben sie bereits vor mehr als drei Monaten der Vertretung der Zentralregierung ein Dossier mit weiteren Fällen toter oder geschädigter Tiere übergeben, darunter Delfine und Schildkröten. Es gebe Hinweise, so die Verbände, dass sie Opfer verbotener Treibnetze geworden sind, die in der EU untersagt sind. Eine Antwort haben sie bislang nicht erhalten.

Sie fügen hinzu, dass ein erster Versuch, bei Seprona Anzeige zu erstatten, zunächst nicht weiterbearbeitet wurde. Deshalb wanden sie sich mit technischem und bildlichem Material an das Bereitschaftsgericht. Nach ihrer Darstellung stellte das Gericht das Verfahren vorläufig ein, bis ein Bericht von Seprona vorliege; der sei bisher nicht eingetroffen.

Beide Organisationen betonen, dass sie mit den Rettungsdiensten, der Guardia Civil, Semar und den Entsorgungsunternehmen zusammenarbeiten, und fordern von den Verwaltungen, den Schutz der Tierwelt nicht bei Erklärungen zu belassen, sondern ihn konsequent umzusetzen.

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