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Spannendes Finale: Gewinnt die AfD in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit?

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund auf einem Wahlplakat in Sachsen-Anhalt
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund auf einem Wahlplakat in Sachsen-Anhalt Copyright  AP Photo
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Von Kirsten Ripper & Euronews mit AP, MDR
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Mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund könnte die AfD erstmals bei Landtagswahlen in Deutschland die absolute Mehrheit erreichen. Entscheidend für die Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt ist aber auch das Abschneiden der kleineren Parteien.

An diesem Sonntag sind etwa 1,7 Millionen Menschen im Bundesland Sachsen-Anhalt zur Wahl aufgerufen. In allen Umfragen liegt die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund mit mehr als 40 Prozent sehr deutlich vor der CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Damit besteht erstmals in Deutschland die Möglichkeit, dass eine vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Landespartei die Regierungsverantwortung übernimmt. Der Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt ist einer Abteilung des CDU-geführten Innenministeriums von Sachsen-Anhalt.

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Die Stimmung ist aufgeheizt. Und es bleibt spannend, denn kurz vor der Landtagswahl sind laut ZDF-Politbarometer 26 Prozent der befragten Wahlberechtigten noch unentschlossen.

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat angekündigt, dass er nur mit einer absoluten Mehrheit seiner Partei regieren will. Ob die AfD es schafft, eine solche absolute Mehrheit der Sitze im Landesparlament in Magdeburg zu erreichen, hängt vom Abschneiden der kleineren Parteien ab.

Je mehr Parteien über die Fünf-Prozent-Hürde kommen und in den Landtag in Magdeburg einziehen, desto geringer wird die Chance der AfD auf eine absolute Mehrheit der Abgeordneten. Deshalb haben verschiedene Gruppen dazu aufgerufen, taktisch zu wählen. AfD, CDU, Linke, SPD, FDP und BSW sehen diese Wahlempfehlung kritisch. Lediglich die Grünen befürworten die Kampagne.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze von der CDU kämpft dafür, im Amt zu bleiben. Eine Koalition mit der AfD lehnt die CDU ab. Die Partei von Bundeskanzler Friedrich Merz könnte aber mit allen anderen Parteien zusammenarbeiten. Allerdings hat sich die CDU durch eine sogenannte Unvereinbarkeitsklausel in einem Parteitagsbeschluss auch gegen "Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit" mit der Partei die Linke ausgesprochen.

Wahllokale haben bis 18 Uhr geöffnet

Die Wahllokale in Sachsen-Anhalt sind - auch in den Städten Magdeburg und Halle, die beide mehr als 200.000 Einwohner haben - von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Nach 18 Uhr werden nur noch Wähler zugelassen, die vor Ablauf der Frist beim Wahllokal eingetroffen waren und eventuell warten mussten.

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