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Belarus unterstützt Russlands Drohnenangriffe und bedroht die NATO

Drohnen tragen russische und belarussische Flaggen bei gemeinsamen Militärübungen auf einem Truppenübungsplatz nahe Baryssau in Belarus am 15. September.
Drohnen tragen je eine russische, links, und eine belarussische Flagge bei gemeinsamen Militärmanövern auf einem Übungsplatz nahe Baryssau in Belarus am 15. September. Copyright  AP Photo
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Von Sasha Vakulina
Zuerst veröffentlicht am
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Belarus stellt offenbar erneut Infrastruktur für russische Drohnenangriffe auf die Ukraine bereit und gilt nach einem über Litauen abgeschossenen Fluggerät nun auch als Risiko für die NATO. Hier das Wichtigste.

Die von der NATO in der Nacht zu Dienstag über Litauen abgeschossene Drohne war nach Angaben von Vilnius aus dem benachbarten Belarus in den Luftraum des Landes eingedrungen.

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Nach Angaben von Vilmantas Vitkauskas, dem Leiter des nationalen Krisenmanagementzentrums Litauens, flog die Drohne über Lentvaris in der Nähe der litauischen Hauptstadt und wurde dann in der Nähe des Dorfes Pratkūnai abgeschossen.

Es war das erste Mal, dass eine Drohne über litauischem Staatsgebiet abgeschossen wurde.

Der Vorfall rückt Minsk wieder in den Fokus. Zum einen, weil Belarus Russland bei Drohnenangriffen auf die Ukraine hilft. Zum anderen, weil das Land nun selbst als Quelle von Drohnenbedrohungen gegen NATO-Gebiet gilt.

Schon am Vortag hatten ukrainische Stellen erklärt, Russland nutze belarussische Mobilfunknetze und Signalverstärker, um Drohnen des Typs Shahed bei Angriffen auf den Westen der Ukraine zu unterstützen.

Serhii „Flash“ Beskrestnov, Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, sagte, die Flugbahnen russischer Drohnen bei einem Massenangriff am Samstag deuteten darauf hin, dass sie Mobilfunknetze jenseits der Grenze nutzten.

„Wenn wir uns die Bewegungen der düsengetriebenen und der herkömmlichen ‚Shaheds‘ anschauen, bleiben sie nahe der Grenze zu Belarus“, sagte Beskrestnov.

Beskrestnov geht davon aus, dass die Drohnen wahrscheinlich Zugang zu kommerziellen LTE-Netzen in Belarus haben.

Am Montag erklärte zudem der ukrainische Grenzschutz, jüngste russische Angriffe auf die westlichen Regionen Riwne, Wolyn und Lwiw seien durch Kommunikationsinfrastruktur auf belarussischem Gebiet unterstützt worden.

„Die von Russland gestarteten Flugkörper wurden über Repeater mit Signalen versorgt, die sich ebenfalls auf dem Territorium dieses Landes befanden“, sagte Grenzschutzsprecher Andrii Demtschenko.

Diese Aussagen deuten darauf hin, dass Russland erneut die Kommunikationsinfrastruktur in Belarus nutzt, um seine Drohnenkampagne gegen die Ukraine zu unterstützen. Dies geschieht Monate, nachdem Kyjiw verlangt hatte, die Anlagen abzuschalten.

Der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Oleh Iwaschtschenko, sagte vergangene Woche, Kyjiw habe in Belarus sechs Repeater-Stationen identifiziert, über die russische Truppen Videoströme von Kampfdrohnen übermitteln. Ein Teil der Geräte sei inzwischen wieder in Betrieb.

Wladimir Putin begutachtet russische Waffen und Ausrüstung bei den russisch-belarussischen Militärmanövern „Zapad 2025“, Russland, 16. September 2025.
Wladimir Putin begutachtet russische Waffen und Ausrüstung bei den russisch-belarussischen Militärmanövern „Zapad 2025“, Russland, 16. September 2025. AP Photo

Die Anlagen sorgen seit Juni für Spannungen zwischen Kyjiw und Minsk. Damals gab Selenskyj Belarus eine Frist von einer Woche, um die von Russland installierten Repeater abzubauen oder abzuschalten, und warnte, sonst werde die Ukraine selbst handeln.

Einige Tage später erklärte Selenskyj, die Repeater hätten ihren Betrieb am 22. Juni eingestellt. Ob sie tatsächlich entfernt wurden, blieb jedoch unklar.

Die Abschaltung hielt jedoch nicht lange an. Ende Juni berichteten ukrainische Militärvertreter, die Anlagen seien nicht demontiert worden und mindestens ein Repeater sei wieder eingeschaltet.

Die offenbar erneute Aktivierung verschafft Russland ein weiteres Mittel, die Verbindung zu Kampfdrohnen aufrechtzuerhalten, die nahe den nördlichen und westlichen Grenzen der Ukraine operieren, auch in Gebieten in der Nähe von NATO-Territorium.

Russland setzt zunehmend auf eine Mischung aus Mobilfunknetzen und Funktechnik, um die Verbindung zu seinen weitreichenden Kampfdrohnen zu sichern und die ukrainische elektronische Kriegsführung zu umgehen.

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